Archiv für Januar, 2013

Green Day – ¡Uno!

Veröffentlicht: 27. Januar 2013 in Aktualisierungen, Musik

Mit ihrem Durchbruchalbum „Dookie“ schafften Green Day fast Unglaubliches, sie belebten den totgeglaubten Punkrock neu und hängten mal schnell ein „Pop-“ vorne dran. Mit ihrem Gute-Laune-Punk eroberten sie schnell die Herzen von Millionen. 2004 dann der Schritt in Richtung politischer Aktivität, mit „American Idiot“ legten die Kalifornier ein Konzeptalbum vor, das genau den „Post-9/11“-Zeitgeist traf und harsche Kritik an der Politik des damaligen, frisch wiedergewählten Präsidenten George W. Bush übte. Ähnlich dann das 2009er-Album „21st Century Breakdown“, in dem ganz besonders die organisierten Religionen kritisiert werden. Nach den beiden grandiosen, erfolgreichen und vielfach ausgezeichneten Rockopern („American Idiot“ schaffte es sogar bis an den Broadway) war es Zeit wieder etwas lockereres und leichter verdauliches zu veröffentlichen, also kehren Green Day mit „¡Uno!“ zurück zu ihren Pop-Punk-Wurzeln. Doch gelingt dieser Schritt „Back to the Roots“ oder ist „¡Uno!“ ein Reinfall sondergleichen?

Die Medienkritiken fielen ja eher gemischt aus, laut.de vergab nur zwei von fünf Sternen, während der Rolling Stone vier von fünf Sternen vergab. Ich sag es gleich im Voraus, das Album rockt, egal, ob es etwas kommerzieller geraten ist, oder nicht. Die Albumnachfolger „¡Dos!“ und „¡Tré!“, beide auch schon erschienen, sind grandios, soviel ist sicher, ob „¡Uno!“ das auch ist, kläre ich jetzt.

„Nuclear Family“, das erste Lied, rockt ungemein, hat einen tollen Gitarrenklang und überzeugt durch seinen schmutzigen, aber eingängigen Sound. Es folgt mit „Stay The Night“ ein weiterer schöner Pop-Punk-Song, dem mir „Carpe Diem“ einer der Top-Green-Day-Tacks der letzten Jahre. Nach den ersten Lieder ist man erstmal geflasht von der Lockerheit der Jungs und ein breites Lächeln wandert auf seinem Gesicht Richtung Ohren, das bei „Let Yourself Go“ noch breiter wird, dieser Titel zeigt, wodurch Green Day erfolgreich wurden und würde auch perfekt auf „Nimrod“ passen. Danach folgt die zweite Singleauskopplung „Kill The DJ“, die einen schönen funkigen Sound und geile Lyrics hat, die aber für die Radio-Version natürlich zensiert wurden, wieso auch immer. „Fell For You“ hat einen witzigen Text und macht einfach Spaß, da ist das Thema egal, das in so vielen Pop-Songs breitgelatscht wurde. Der nächste Track „Loss Of Control“ ist genial-rotzig, cool Riffs fügen sich toll ins Gesamtbild der Rocknummer ein. Mit „Troublemaker“ zeigen sie Power-Pop erster Klasse und bescheren uns einen echten Ohrwurm. Folgt nun „Angel Blue“, das ebenso wie „Let Yourself Go“ auch auf „Nimrod“ passen würde und, kurz und gut, perfekt ist. Nach schnelleren Titeln haben wir jetzt mit dem wunderschönen „Sweet 16“ Zeit zum Durchschnaufen und – Vorsicht! – träumen, denn irgendwie animiert es dazu. „Rusty James“ hat einen tollen Refrain und hat wieder den Ohrwurm-Charakter. Das letzte – was schon? what the f***? – Lied „oh Love“, zugleich die erste Singleauskopplung, ist ein typischer Power-Pop-Song, der wirklich geil ist und trotz 5:09 Minuten Länge nicht langweilig wird.

„¡Uno!“ ist grandios, soviel dazu. Es steht in einer Reihe mit den Alben bis zu „Warning“, cooler und rotzig-lockerer Pop-Punk mit Ohrwurm-Faktor. Man kann den Jungs zu ihrer Albumtrilogie, die ja mit dem Dokumentar-Film „¡Quatro!“ einen filmischen Abschluss findet, nur gratulieren. Ihre drei Alben zeigen Green Days Stärke, auch locker-leichte und trotzdem punkige Musik zu machen.

Das Album verdient, wie die beiden Nachfolger auch, eine 1!

Krank und nichts besseres zu tun …

Veröffentlicht: 27. Januar 2013 in Aktualisierungen, Alltag

So könnte man meinen Zustand zusammenfassen. Seit Donnerstag bin ich zu Hause und morgen, Dienstag und vielleicht Mittwoch wahrscheinlich auch. Das ist die positive Seite. Die negative Seite ist, dass ich nun mal krank bin und mir langweilig ist. Deswegen dieser Artikel, um Langeweile abzubauen. Das heißt übrigens nicht, dass mir in der Schule weniger langweilig wäre, das wär ja auch noch schöner.

Der Stress fordert seinen Tribut. Wow, das klingt dramatisch, aber es ist wohl so. In den letzten anderthalb Monaten hat’s mich schon zweimal so richtig entschärft, jetzt ist es also das dritte Mal. Das kommt davon, wenn man gleich wieder zur Schule geht, wenn man sich wieder etwas besser fühlt, um ja nichts zu verpassen, was ich schon so nie kapieren würde und mit fremden Aufzeichnungen erst recht nicht kapiere. Ich werde denselben Fehler aber nicht nochmal machen und es ist mir auch scheißegal, ob ich die Woche verpasse oder nicht, steht eh nix mehr an und am Samstag geht’s in den Skiurlaub, da will ich fit sein, das ist das Wichtigste.

Womit vertreibe ich mir so die Zeit? Erstmal viel schlafen, dann lesen, FIFA 12 zocken (bei FIFA 13 kackt mein PC ab) und abends fernsehen, natürlich essen und trinken, ach und rausgehen, wenn mir danach ist und Fotos machen.

Na ja, da ich eh nix besseres zu tun hab, werde ich mal wieder rezensieren. Nächster Artikel! 😉

Meine erste ausführliche Filmkritik! Enjoy!!!

OT: The Woman in Black
Länge: 95 Minuten
FSK: ab 16 (DVD)
Produktionsland: Großbritannien, Kanada, Schweden
Regie: James Watkins
Musik: Marco Beltrami
Darsteller: Daniel Radcliffe, Ciarán Hinds, Janet McTeer, Liz White
Genre: Horror, Thriller, Drama

Trailer: siehe Youtube

Story: Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert: Nach dem Kindsbett-Tod seiner Frau steht Arthur Kipps (Daniel Radcliffe) vor den Trümmern seines Lebens. Um seinen Job in einer Anwaltskanzlei nicht zu verlieren, soll er im Provinzkaff Crythin Gifford den Nachlass der verstorbenen Witwe Alice Drablow regeln. Doch schon kurz nach seiner Ankunft häufen sich merkwürdige Ereignisse: Nicht nur, dass ihn die Dörfler zum sofortigen Verlassen des Dorfes auffordern, auch die Kinder vor Ort scheinen unter dem Einfluss einer unbekannten und tödlichen Macht zu stehen. Immer tiefer gerät Kipps in die dunklen Geheimnisse des Ortes und er beginnt zu ahnen, dass er grauenvollen Ereignissen aus der Vergangenheit auf der Spur ist.

Kritik: Der Film basiert auf der 1983 erschienenen Novelle The Woman in Black der britischen Autorin Susan Hill. Das Werk ist bereits 1989 für das Fernsehen verfilmt worden, außerdem gab es Theater- und Hörspieladaptionen. Regisseur James Watkins sammelte schon mit dem 2008 angelaufenen Horror-Drama Eden Lake, seinem ersten FilmErfahrungen im Horror-Genre. Sein Erstlingswerk galt als positive Überraschung, laut Rotten Tomatoes gaben ihm 83% der Kritiker eine positive Wertung, in Deutschland wurde die Uncut-Version zu Eden Lake indiziert, die gekürzte Version erhielt von der FSK keine Jugendfreigabe. Jane Goldman schrieb das Drehbuch zu Die Frau in Schwarz, die Britin wirkte unter Anderem bei Kick-Ass und Eine offene Rechnung als Ko-Autorin mit. Der Film wurde von den legendären Hammer-Studios produziert, die für Genre-Klassiker wie Dracula mit Christopher Lee und Frankensteins Fluch mit Peter Cushing verantwortlich waren, dann aber insolvent gingen und 2007 vom niederländischen Filmproduzenten  John de Mol wiederbelebt wurden und sofort am genialen Vampir-Drama-Remake Let Me In mitwirkten. Mit Die Frau in Schwarz kehren die Hammer-Studios zu ihren Erfolgswurzeln zurück – dem Gothic-Horror.
Als Hauptdarsteller wurde kein geringerer als Daniel „Harry Potter“ Radcliffe verpflichtet, dem Ciarán Hinds als zweiter hochkarätiger Schauspieler zur Seite steht. Doch kann Radcliffe sein „Potter“-Image so einfach ablegen und in einem so ernsthaften Film überzeugen? Er kann – und wie er kann. Emotional, tiefgründig und spannend kommt der neue Gruselfilm daher, der nicht nur bloße Horrorszenarien aneinanderreiht, sondern eine dramatische und hochspannende Geschichte erzählt. Radcliffe brilliert regelrecht in seiner Rolle als trauernder alleinerziehender Vater, der versucht sowohl seinem Beruf als auch seinem Sohn gerecht zu werden. Dazu trägt wohl auch der Darsteller des kleinen Joseph Kipps bei, Misha Handley ist Radcliffes Patensohn und so ist die Vater-Sohn-Beziehung perfekt gelungen und wirkt nicht gekünstelt. Radcliffe verschmilzt völlig mit der Figur des Arthur Kipps. So groß der Schrecken auch sein mag, den er erlebt, er kann nicht davonlaufen. Irgendwie will er auch an das Gesehene glauben, in der Hoffnung, dass seine verstorbene Frau in einer anderen Welt auf ihn wartet. Ciarán Hinds überzeugt als durch und durch weltlicher Samuel Daily, der nicht an Geister glaubt oder besser gesagt nicht glauben will, und auch von der Vergangenheit gezeichnet ist. Außerdem jagt Liz White dem Zuschauer als Frau in Schwarz ordentliche Schrecken ein. Janet McTeer stellt die Frau von Samuel Daily wahnsinnig gut dar, die immer wieder gedanklich von ihrem verstorbenen Sohn besetzt wird und Botschaften aus dem Jenseits überbringt.
Anstatt auf Blutfontänen setzt Watkins hier auf Atmosphäre – und das gelingt ihm denkbar gut. Das England seines Films ist regnerisch, düster und nebelverhangen, die Gemäuer sind modrig und voller gotischer Accessoires. Die Atmosphäre steigert sich mit Fortlaufen des Filmes ins Unfassbare, man zieht die Knie fast schon automatisch heran und schaut zur Tür und zum Fenster, ob da nicht irgendwo etwas zu erkennen ist. So lässt einem schon das Knarren einer Diele und das Flackern einer Kerze im Film das Blut in den Adern gefrieren. Es gibt Puppen, Spieluhren, endlos lange Korridore, untote Kinder, Spiegel (übrigens genial genutzt) und einen furchteinflößenden Geist. Und dennoch gelingt es fast nie, den nächsten Schockeffekt vorauszusehen oder auch nur zu ahnen.
Der Streifen ist genial gefilmt und beleuchtet. Auch wenn der Film vor Grusel-Klischees nur so strotzt, er ist trotzdem einfach überzeugend. Selbst Hitchcock-mäßige Suspense-Momente lässt Watkins in seinen Film einfließen. Hier wird die alte Horror-Schule zelebriert, mit Kamerafahrten über das triste und neblige Marschland anstatt verwackelten Handkameras, mit knarzenden Dielen und dunklen Korridoren, surrealen Selbstmorden und immer wieder mit einem schwarz gekleideten Geist. Wie Watkins die Spannung aufbaut, das ist so gruselig wie erstklassig. Watkins weiß, wie man seine Zuschauer schockt. Dazu überzeugen die düstere Musik von Marco Beltrami und die tollen Soundeffekte. Das Ende ist so genial wie unkonventionell. Und ein zweiter Teil ist nach dem riesigen Erfolg (Budget: 15 Millionen US-$, Einspielergebnis: 127,7 Millionen US-$) schon in Planung.
Fazit: Meiner Meinung nach ein toller, altmodischer Grusel-Film, der ohne Blutexzesse und abgehackten Gliedmaßen, sondern durch eine wahnsinnig dichte und gruslige Atmosphäre besticht. Ein Film, bei dem einem der kalte Schweiß über den Rücken läuft und man sich immer wieder in seinen eigenen vier Wänden umschauen muss, ob sich in irgendeinem Schatten nicht doch irgendetwas bewegt hat. Watkins gelingt ein toller Film, der aufgrund seines „hohen ästhetischen Wertes“ von der Deutschen Film- und Medienbewertung völlig zurecht das „Prädikat wertvoll“ verliehen bekommen hat.
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Congratulations, Mr President!

Veröffentlicht: 21. Januar 2013 in Aktualisierungen

Wer strahlt? Na ganz einfach: Barack „Mr. President“ Obama. Und er strahlt zurecht. Heute wird er zum insgesamt vierten Mal ins Amt eingeführt. Ich freue mich! Schon Obamas Auftritt war äußerst sympathisch. Er strahlte wie ein Honigkuchenpferd, schüttelte Hände, unterhielt sich und setzte sich. Dann kam der erste Redner, lobte Amerika über alle Maßen, das gehört hier aber dazu. Jetzt betet grade eine Frau für das Land und die Streitkräfte (besonders letzteres stört), aber sie spricht auch für Minderheiten und für die Einheit des Landes. Die Leute sind sehr angetan, alles ist still. Als Obama auftrat brüllten die Massen übrigens, ein toller Moment. Die Dame betet nebenbei immer noch. Obama ist in sich gekehrt, hat die Augen geschlossen, trotzdem spielt ein leises Lächeln um seine Lippen. Die betende Frau ist, ganz nebenbei, Bürgerrechtlerin (Mist, hab den Namen vergessen). Jetzt singt ein Chor das „Kampflied der Republik“, Glory, glory Halleluja. Besonders die Dirigentin ist ganz lustig, was die Phoenix-Reporter mit einem Lachen quittierten, dummerweise war das Mikro noch an und man hat es ganz deutlich gehört. 😀 Kurz wurde Familie Obama gezeigt, die allesamt glücklich aussehen, beide Töchter wirken zwar etwas abwesend, unterhalten sich mit ihrer Mom.
Wieder lachen die Phoenix-Reporter, diesmal sogar lauter. Ein neuer Redner ist vorgetreten und singt wieder Lobeshymnen auf die USA. Grade wird eingeblendet, dass Gauck Obama gratuliert und ihn nach Deutschland einlädt. Es wird über friedliche Amtsübernahmen gesprochen, Obama nickt ab.
Jetzt wird der Eid von Joe Biden abgenommen. Er wirk sicher, lernt den vorgesprochenen Text schnell und das war’s. Jetzt kommt Obama, vorher gratuliert er seinem Vize.
Nein, unser Barack muss warten. Erstmal kommt der Musiker James Taylor. Nicht meine Musik, Obama freut sich aber. Das ist die Hauptsache! Taylors Gitarre sieht etwas mitgenommen aus, aber egal.
Aber jetzt kommt Obama, oder? Ja. Er lächelt, die Hand erhoben und spricht seinen Text nach. Der Richter macht übrigens keinen Fehler, wie beim letzten Mal. Und das ist es auch schon wieder vorbei. Dreißig Sekunden,hat’s gedauert. Dann umarmte Obama seine Frau und die Kinder und es wurde Salut geschossen.
Obama hält jetzt seine Rede. Die Menschen ticken aus, ein Politik-Star ist offiziell vereidigt. Zuerst lobt Obama die Amerikaner und ihre Verfassung. Michelle ist den Tränen nah, auch die Leute im Publikum sind berührt.
Und was macht Obama? Lächeln! Der Typ ist einfach cool, so locker und sympathisch. Wäre nur unser Staatsoberhaupt so, tja, Pech gehabt.
Ich kann nur sagen: Congratulations, Mr President!
Auch wenn ich nicht alles begrüße, was Barack Obama in seinem Programm hat, ich mag ihn.
Er stellt noch sein Programm vor, auf das ich hier jetzt aber nicht weiter eingehen werde, Google ist dein Freund, nur soviel, dass er für die Gleichheit und Gleichberechtigung aller Menschen eintreten wird. Dass er die Immigranten unterstützen und homosexuelle Paare mit heterosexuellen Paaren gleichsetzen will.

Ich meld mich für heute ab und wünsche noch einen schönen verschneiten Abend.
See you!

Wetten dass …

Veröffentlicht: 19. Januar 2013 in Aktualisierungen

… die Kritiker weiter meckern. Wieso auch immer. Wetten dass…?! war wieder tolle Samstagabend-Unterhaltung, auch wenn das einige nicht so sehen werden.
Hochkarätige Gäste und gute Musikacts (okay nur einer und zwar Caligola) zeichneten die Sendung aus, die heute übrigens nicht mal überzogen wurde. Cindy aus Marzahn war wieder mal genial, wie auch vorher – man möge mich jetzt hassen oder lieben, dass ich das sage. Die Frau ist einfach der Hammer. Lanz selber ist routiniert gut, drängelt aber leider manchmal, was mich etwas gestört hat, aber es war zu erwarten, dass nicht überzogen wird, um die Kritiker wenigstens etwas ruhiger zu stimmen. Die Wetten waren – wie Lanz zu sagen pflegt – spektakulär, besonders die Flaschen und der Gabelstapler haben mich zum Staunen gebracht. Caligola performten ihren geilen Hit ‚Forgive Forget‘ und Leona Lewis jaulte vor sich hin. Schweighöfer wirkt äußerst sympathisch, Ralf Schmitz unterhält blendend. Christiane Hörbiger war okay. Robert Harting und Magdalena Neuner, Deutschlands Sportler des Jahres, bleiben ruhig, fallen nicht weiter auf. Auch Hollywood-Star Denzel Washington bekommt nicht die Show, die er verdient, wirkt aber extrem sympathisch und cool.
Man kann also sagen, dass Wetten dass…?! weiterhin tolle Unterhaltung ist. Und ganz ehrlich, Markus Lanz ist zehn mal besser als Gottschalk. Ich freu mich auf weitere Shows.

Zugfahrt

Veröffentlicht: 19. Januar 2013 in Aktualisierungen

Gut, ehrlich gesagt könnte ich ne Rubrik mit dem Namen „Nonsens“ aufmachen, denn folgender „Artikel“ würde wieder in diese Rubrik passen. Ich bin sozusagen im Zug auf dem Weg in die Großstadt namens Leipzig. „Es stinkt irgendwie nach Klo“, das hab ich gedacht, als ich eingestiegen bin. Zugfahren ist bei mir immer ein Erlebnis für die Nase, waren es im September letzten Jahres kotzende (okay, sich übergehende) Lok-Leipzig-Fans und im Dezember eine stinkende alte Frau, ist es eben heute das Klo. Es liegt auch wieder ordentlich Schnee draußen, zwar nicht so wie im Dezember, aber immerhin ist alles schön weiß. Der Zug müsste eigentlich schon lange abgefahren sein, aber okay, es ist die Bahn. Oh, jetzt geht es doch schon los. Ich lache ja immer über die Autofahrer, die an den Schranken warten müssen, einfach herrlich 😀 , Schadenfreude schönste Freude… Die Gegend hier wirkt so verlassen, echt kaum jemand auf den Fußwegen, nur Autos, die parallel zu den Schienen fahren. Jetzt gibt der Lokführer (darf man die überhaupt noch so nennen?) persönlich die nächste Station durch, die maschinelle Durchsage ist wohl kaputt. Apropos kaputt, das erinnert mich an eine Geschichte, die mein Vater am Mittwoch ertragen musste. Der Zug von Arbeit nach Hause blieb liegen, wie ein altes abzuwrackendes Auto und er musste abgeholt werden, ich fand’s lustig. Das muss mir heute aber nicht passieren. Die automatische Durchsage scheint übrigens wieder zu funktionieren, stark von der Bahn. Gibt’s eigentlich noch Schaffner? Mir ist seit letztem Mai oder so jedenfalls keiner mehr begegnet – aber ich hab immer mein Ticket dabei, sehr vorbildlich, aber eben zum Fenster rausgeschmissenes Geld, da die Bahn immer mehr Verspätung hat, gleichzeitig aber immer teurer wird! In der Sitzgruppe neben mir sitzen jetzt vier alte Omas und direkt neben mir eine, na ja egal, ich mag Omis ja, wenn sie nicht stinken oder mürrisch sind. Und die da drüben und neben mir scheinen ganz okay zu sein. Leipzig ist jetzt in nächster Nähe, ich melde mich erstmal ab und höre noch etwas Musik, bis zum nächsten mal! Was mich übrigens auch stört an der Bahn, ist das schlechte Netz auf ihren Strecken, als ob sie es dem Reisenden nicht gönnen, bei Facebook reinzuschauen oder SMS zu schicken – oder eben Artikel auf ihren Blogs zu posten. Mist sowas. 😀 In Sport steh ich übrigens doch auf eins, fällt mir grad ein, Minimalziel erreicht. 😉 Und jetzt nochmal Artikel abschicken und schauen, ob’s klappt! Bis bald!

Ich mal wieder

Veröffentlicht: 15. Januar 2013 in Aktualisierungen, Alltag

Da isser mal wieder, der Tom. Jaja die gute alte Zeit, die bekanntlich immer dann fehlt, wenn man sie am meisten braucht, fehlte die letzten Tage leider. Es gibt aber auch nicht so viel zu berichten.

Die Schule ist stressig und nervig wie eh und je und ich bin dauerermüdet, aber es ist ja nicht mehr lange bis zu den Winterferien. Die Facharbeit schleppt sich so dahin und ich hoffe, dass ich meine Bio 3 mit der Klassenarbeit vom letzten Freitag gesichert habe (GENETIK, bäh) und nicht in den Keller abstürze. Dann hab ich mit Schrecken bemerkt, dass ich in Sport nicht auf 1 stehe – Damn it! – das wohl Blödeste auf dem Zeugnis, nein Spaß, es gibt Schlimmeres, aber das wäre das erste nicht erreichte Ziel. 😀 Dafür stehe ich in Latein – festhalten – auf 2,3 und müsste wohl eine 2 auf dem Zeugnis haben. Das ist ein kleines Wunder. In Englisch dürfte ich die 1 verspielt haben, genauso in Spanisch. In Mathe muss ich mich am Freitag bei der Klassenarbeit richtig ins Zeug legen, um ne 2 zu erreichen, irgendwie hasse ich Winkelbeziehungen jetzt so richtig. In Physik protestiert die Klasse gegen die Lehrerin (übrigens zurecht) und sonst läuft alles langweilig geregelt, bis auf den Fakt, dass ich in Musik noch keine einzige Note hab und am kommenden Montag offiziell Notenschluss ist, inoffiziell ist der bei uns aber erst am Donnerstag vor der Zeugnisausgabe.Morgen muss ich zum Nachschreibetermin eine 30-Minuten Ethik-LK nachschreiben, den Sinn darin versteh ich nicht, 1,0 spricht doch für mich in Ethik. 😀

Dann fang ich grad an, Gitarre zu spielen, entweder das endet in einem verdammten Fiasko, oder ich zeige mich als besonders talentiert, wir werden es ab dem 28.1. sehen.

So das war’s erstmal von mir, für heute jedenfalls (vielleicht auch für morgen und übermorgen, mal schauen, wie sich die Zeit entwickelt).

Bis dahin, bleibt sauber und sagt euren Freunden, Verwandten, Bekannten oder euren schlimmsten Feinden (falls ich so schlecht schreibe… 😀 ) Bescheid, dass es mich und meinen Blog gibt. Mercí!

Es war schön – Ein Abgesang

Veröffentlicht: 6. Januar 2013 in Aktualisierungen, Alltag

Nein, ich meine damit nicht das neue Album von den Puhdys, sondern die Ferien.

Denn morgen (ihhh, wie sich das anhört) geht’s wieder los – und zwar richtig. Eine LK in Latein über Stilfiguren (braucht man nicht) und ein Aufsatz in Deutsch über Kabale und Liebe oder Faust, danke an 80% der Klasse, die für morgen gestimmt haben, so eine tolle Entscheidung hätte ich selbst nie treffen können (deswegen hab ich’s ja auch nicht gemacht). Wenigstens ist Dienstag wieder schulfrei, Unibibliothek Leipzig steht da im Namen der lateinischen Sprache auf dem Plan, na gut, wenigstens schulfrei. Am Mittwoch gibt’s dann ne LK in Mathe über Sinusfunktionen (wozu???) und eine in Physik über Schwingungen (so ein Müll!), am Donnerstag ist entweder Facharbeitstag (schulfrei 😀 ) oder ich schreibe ne Musik-LK. Und am Freitag werden wir in Bio mit einer Klassenarbeit über Genetik beehrt (kein Kommentar mehr, könnte ja ein Lehrer lesen).

Ja, die Ferien waren schön, schön ruhig, schön lustig … schön kurz. 😀

Egal, ich kann’s nicht ändern und über unser Schulsystem zu schreiben wäre jetzt nicht so angebracht, ich würde Worte wie „Scheiße“, „idiotisch“, „Statisten“, „unfähig“ und „nutzlos“ verwenden und wohl bis morgen früh hunderttausend Wörter geschrieben haben … Soviel dazu. Ein Lichtblick sind die nahenden Winterferien, noch vier Wochen und es geht nach Österreich auf die Piste, endlich wieder. Bis dahin gibt es wohl noch gefühlte hundert Arbeiten zu schreiben und die Halbjahreszeugnisse … falsch, Halbjahresinformationen heißt das für die Sekundarstufe eins, (den Sinn muss ich nicht verstehen) stehen an. Auch wenn es einen Notenschluss gibt, befinden die Lehrer, dass Noten für’s zweite Halbjahr angebracht wären, schön und gut, aber dann gibt’s vor Notenschluss im zweiten Halbjahr bei einigen Lehrern trotzdem Engpässe, da frag ich mich dann schon, wieso.

Neujahr

Veröffentlicht: 1. Januar 2013 in Aktualisierungen, Alltag

Da ist es nun so weit, es ist 2013. Mal sehen, was es für uns bereithält, ich bin gespannt wie ein Flitzebogen (Oh mein Gott, war der flach!).

Wie läuft so ein Tag bei mir ab? Eigentlich ist es ganz einfach. Zuerst wird erstmal bis Mittag geschlafen, dann werden SMS (komm nicht auf die Mehrzahl – Nachwirkungen der Nacht?) beantwortet und gefrühstückt, dann wird die Straße gekehrt – natürlich nicht allein, sondern mit allen jungen Beteiligten am Feuer auf der Straße, auf das ich nicht genauer eingehe (Kinderarbeit ist verboten, auch 2013 – macht ja aber Spaß). Viertel eins kam heute „Robinson jr.“, ein sehr geiler Film, dessen Anfang ich aber wegen der Straße nicht mitbekommen hab, aber egal – kannte ich eh schon. Und dann läuft das Neujahrsspringen der Vierschanzentournee, seit zehn Jahren ist das ein Muss. Sonst wird heute nicht mehr so viel passieren – noch Musik hören (Green Day), Abendbrot und „Leg dich nicht mit Zohan an“ und „Zombieland“ schauen, dann ist es auch schon wieder 0:15 Uhr. 😀

Seit gestern bin ich übrigens der Pechvogel des Jahres 2012, ich hab meine Führung beim Bowling in der zweiten und im ersten Teil der dritten Runde wunderschön verspielt – mit gefühlt sieben mal neun und dann wär mir fast ein Fail-Böller (übrigens kein Polen-Böller, sondern ein Weco-Böller) in der Hand explodiert, ich hab ihn noch ne hundertstel Sekunde vorher weggeworfen und so hat’s nur am Ohr ein bisschen sehr geknallt. Aber trotzdem war der Abend sehr geil, mit gutem Essen, ’ner lustigen Runde Activity, wenig Alkohol (ja, auch so kann man Spaß haben), ’nem schönen Feuerwerk, einer lustigen Müllverbrennung mitten auf der Straße (war aber von den Erwachsenen erlaubt) und einer auch geilen Aftershowparty.

So jetzt fällt mir nix mehr ein. Ich hör jetzt erstmal Green Day und verabschiede mich für heute. Und nochmal ein frohes und gesundes neues Jahr an alle.