Archiv für März, 2013

Schützenfest

Veröffentlicht: 31. März 2013 in Aktualisierungen, Sport

War das geil! Trotz dass die Meisterschaft gestern noch nicht klar gemacht werden konnte (aber wer zweifelt noch dran?), zelebrierte der FC Bayern gegen den HSV den Fußball. Am Ende steht das 9:2, die höchste Niederlage in der Liga für den HSV und seit langem mal wieder neun Tore für den FCB.

In der 5. Minute begann der Torreigen mit dem Treffer von Shaqiri, in der 19. erhöhte Schweinsteiger und in der 31. traf Pizarro und machte eigentlich schon alles klar. Der HSV schien gar nicht auf dem Platz zu sein. Drei Minuten später verwandelte Robben eine Pizarro-Vorarbeit zum 4:0 und kurz vor dem Halbzeitpfiff veredelte erneut Pizarro zum 5:0. Spätestens hier fragte man sich, ob es zweistellig werden könne oder ob die Bayern die Führung runterspielen. Dem war nicht so, acht Minuten nach Wiederanpfiff traf Pizarro äußerst sehenswert mit der Hacke zum 6:0 und bereitete nur eine Minute später Robbens 7:0 vor. In der 68. Minute war es wieder Pizarro, der mit seinem fünften Treffer das 8:0 markierte. In der 75. Minute verwandelte Bruma eine Ecke von van der Vaart, aber im direkten Gegenzug stellte der eingewechselte Ribéry den 8-Tore-Vorsprung wieder her, dennoch musste Neuer in der 86. Minute erneut hinter sich greifen, als Westermann eine weitere van-der-Vaart-Ecke in den Maschen unterbringen konnte. Kurz vor Schluss hätte Kroos sogar das 10:2 machen können, konnte den Ball aber nicht im Tor unterbringen.

Unterm Strich  nahmen die Bayern desolate Hanseaten auseinander und schickten ein eindrucksvolles Zeichen an Juve, die am Dienstag in der Champions League auf die Münchner treffen werden. Trotzdem zeigen die beiden Gegentore, dass Standarts weiterhin die wohl einzige Schwachstelle des kommenden deutschen Meisters sind, das wurde auch von Matthias Sammer kritisiert. Außerdem bewies der überragende Claudio Pizarro mit sech Torbeteiligungen, dass er immernoch und trotz einer schweren Saison ein Weltklasse-Fußballer ist.

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Die Nachricht traf viele Fans gepflegter Rockmusik völlig überraschend: die US-Band My Chemical Romance hat bereits am letzten Freitag auf ihrem offiziellen Blog ihre Trennung bekannt gegeben. Genauere Gründe wurden nicht genannt, die Band bedankt sich bei den Fans für die Unterstützung, die sie erfahren haben. Weiter wird geschrieben: „In den letzten zwölf Jahren in dieser Band gewesen zu sein, war ein großer Segen. Wir waren an Orten, von denen wir niemals geglaubt hätten, sie sehen zu können. Wir haben die Bühne mit Leuten geteilt, die wir verehren, zu denen wir aufblicken und, das Allerbeste, die unsere Freunde sind. Wie bei allen schönen Dingen, die einmal zu Ende gehen, ist es nun jedoch Zeit, aufzuhören.“ Heute postete Gerard Way, der Sänger der Rocker aus Newark/New Jersey, einen Essay über seine Empfindungen zur Auflösung der Band. Noch letztes Jahr hatte er davon geschwärmt, wie großartig es um die Band stehe: „Wir machen das schon zehn Jahre und wir lieben es in dieser Band zu sein. Es ist etwas, das man nie verlassen und dem man auch nie entfliehen kann und das ist eine tolle Sache.“, sogar ein fünftes Studioalbum war geplant, unter dessen Arbeitstitel „MCR5“ schon sechs Titel produziert worden sein sollten. Auch die jüngsten Veröffentlichungen „Conventional Weapons“, die 2009 produziert wurden, ließen ein Ende der Band nicht möglich erscheinen.

Die Band, die Gerard Way und der Ex-Drummer Matt Pelissier kurz nach dem 11. September 2001 gegründet hatten, veröffentlichte vier Studioalben, zwei Live-Alben und mehrere erfolgreiche Singles. Neben vielen Fans zeigten sich auch Größen aus dem Musikgeschäft entsetzt, so zum Beispiel 30 Seconds to Mars-Frontmann Jared Leto und Good Charlotte-Sänger Joel Madden.

Auch ich bin bekennender Fan von My Chemical Romance und war echt geschockt, als ich die Nachricht erfahren hab, als ich, ironischerweise, gerade das grandiose Lied „Dead!“ vom Album „The Black Parade“ gehört habe. Wieder eine Band, die etwas anders war als die anderen, weniger, wieder mehr Platz für sowas wie Justin Bieber, Justin Timberlake oder Madonna – das tut weh. Die Jungs bereicherten den Soundtrack meines Lebens um viele Lieder und wenn ich meine Lieblingsbands nennen müsste, My Chemical Romance wären ganz sicher darunter. Vergleichbare Musiker hat es eigentlich nie gegeben, auf jedem Album hat sich die Band weiterentwickelt, vom anfänglichen Post-Hardcore hin zum Punkrock, den sie auf „Danger Days“ zelebrierten.

Eine Band, die schon mit Bon Jovi, Green Day und zusammen mit der Queen-Legende Brian May spielte, verlässt die Bühne und hinterlässt eine große Lücke in der Musikwelt. Ganz aus den Augen verlieren werden wir aber zumindest einige der Bandmitglieder wohl nicht verlieren, sowohl Gerard Way als auch Frank Iero haben Nebenprojekte, und auch die anderen Mitglieder werden sicher irgendwo unterkommen.

Beispiele für die Bandbreite der Band:

Cemetery Drive (Punk Rock)

Kiss The Ring (Garage Rock)

Welcome To The Black Parade (Rockoper)

The Light Behind Your Eyes (Ballade)

DESTROYA (Hardcore-Punk)

Ambulance (Classic Rock)

Na Na Na (Pop-Punk)

This Is How I Disappear (Post-Hardcore)

Mit diesen und den anderen wirklich ausnahmslos starken Songs aus den letzten Jahren schafften sie es, die Welt der Rockmusik entscheidend zu beeinflussen.

Für ihren weiteren Weg kann man den Jungs nur alles erdenklich Gute wünschen. Eine der besten Bands sagt ‚Bye, bye!‘, das muss man akzeptieren und ich respektiere das auch. Danke für tolle Jahre mit toller Musik und einen großen Einfluss auf mein musikalisches Leben! Danke für die Zeit mit einer der besten Bands der Welt! Ich werde sie vermissen und nie vergessen!

MCR is dead, long live MCR!

Bummsfallera

Veröffentlicht: 13. März 2013 in Aktualisierungen, Alltag

Jetzt weiß ich endlich wie Krankenwagen von innen aussehen, hatte ’nen kleinen Sportunfall. Also ich habe vergessen, dass man über den Kasten drüber springen muss; hab gedacht, ich renn man dagegen, wegen was Neuem und so… Hatte durchschlagende Wirkung, so mit Atemnot und brutalen Schmerzen und so, wenigstens hat mir unser Lehrer ne 1 gegeben für meine Leistung in den vorigen Durchgängen. Am Ende bin ich im Krankenwagen und in der Notaufnahme vom Krankenhaus gelandet.

Shit happens! Nur dummerweise hab ich immer noch Schmerzen wie Sau, kann nicht schwer tragen und gehe morgen ohne Schulzeug in die Schule.

PS. Noch ’ne weniger wichtige Nachricht, wir haben ’nen neuen Papst.

Willkommen in Hamburg!

Veröffentlicht: 10. März 2013 in Aktualisierungen, Alltag, Film
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Es wurde ja viel gelästert über Til Schweiger als Tatort-Kommissar, ein Shitstorm sondergleichen kann man fast schon sagen. Hier war es der Name, der dem Star nicht passt, dort war es der Vorspann, der laut Schweiger ‚outdated‘ ist (da hat er übrigens völlig Recht!). Jedenfalls war das für jeden Tatort-Fundamentalisten ein Sakrileg. Doch Schweigers erster Tatort müsste auch seine größten Kritiker zum Verstummen bringen.

Ich war ja nach Mehmet Kurtulus‘ Abgang auch erst skeptisch, ob Schweiger in die großen Fußstapfen treten kann, oder ob er kläglich scheitern wird. Trotzdem habe ich mich seit drei Wochen auf den heutigen Tatort gefreut, ohne Witz.

Die Ausgangslage:  „Blutbad bei LKA-Einsatz“, titelt die Zeitung. Verantwortlich für die Schlagzeile ist der neue Hamburger Ermittler Nick Tschiller. Er soll mit Partner Yalcin Gümer eigentlich nur eine Wohnung überprüfen. Aber vor Ort trifft er auf verschleppte Mädchen, die zur Prostitution gezwungen werden – und mehrere Gangster. Es kommt zur Schießerei. Das Resultat: drei tote Verbrecher, eine Schusswunde für Gümer und viel Ärger für Tschiller. Er will die Mädchen retten. Hat sein Expartner Max etwas mit der Sache zu tun?

Um diese Story konstruierte Regisseur Christian Alvart den neuen Tatort, der eher als Action-Thriller als als TV-Krimi daherkommt. Die Action ist grandios gemacht, harte Schießereien und der Einsatz von Handkameras zeigen ihre Wirkung und erinnern an richtig gute US-Achtionfilme á la Stirb langsam oder an das Vorbild für Willkommen in Hamburg, Lethal Weapon. Das macht a) großen Spaß und ist b) einfach etwas erfrischend neues in der Reihe der teilweise zu politischen Tatorte der letzten Zeit, die kaum Action intus hatten (damit meine ich natürlich nicht die grandiosen Wiener Fälle, oder alle etwas actionreicheren Fälle der letzten Zeit). Die Besetzung ist durch die Bank weg perfekt, Schweiger nimmt man den Actionheld auf der einen und liebevollen, natürlich geschiedenen, Vater auf der anderen Seite wirklich ab. Seine Tochter Luna gefällt in der Rolle als seine Filmtochter Lenny, dazu gesellt sich der grandiose Mark Waschke, der Tschillers ehemaligen Partner Max Brenner (Wie der Pass. – Welcher Pass? Wie der Tunnel!“) herrlich fies verkörpert. Nicht zu vergessen ist aber der geniale Fahri Yardim als Tschillers „Neuer“ Yalcin Gümer, der nach seiner Verletzung im Krankenhaus liegt und Nick mit Rat und Tat unterstützt und nebenbei die Krankenschwester anbaggert.

Dieser Tatort macht Schluss mit konventionellen Fällen, Schluss mit zänkischen Kommissaren und Gerichtsmedizinern, Schluss mit Psychologen, Schluss mit langwierigen Ermittlungen – er macht kurz gesagt Schluss mit dem herkömmlichen Tatort. Tschiller löst seine Probleme gerne mit der Pistole und das ist einfach nur saucool.

Auch der Humor kam nicht zu kurz. Da wäre zum einen der Schwanzwergleich (im wahrsten Sinne des Wortes) von Tschiller und Komissar Falke (Wotan Wilke-Möhring), dem anderen neuen in Hamburg, zum anderen hätten wir noch coole Dialoge zwischen Tschiller und Gümer, außerdem gäbe es da noch die Rollstuhlfahrer-Geschichte und der Spruch des Abends „Schiller wie der Dichter?“ – „Welcher Dichter? Nee, mit T vorne. Tschiller. Ich nuschel ’n bisschen.“ – so wunderschön selbstironisch kann Schweiger sein, klasse.

Dieser Tatort war einfach genial und hätte genauso gut ein klasse Kinofilm sein können. Nächstes Jahr kommt Schweigers zweiter – schade, einmal Tschiller pro Jahr ist echt zu wenig!

Man kann nur sagen: Weiter so, genau das wollen wir sehen!

Jetzt ist es also offiziell, Assassin’s Creed 4 erscheint am 31. Oktober diesen Jahres. Heute wurde der erste offizielle Trailer veröffentlicht, der auf jeden Fall schon mal klasse aussieht. Die Assassin’s-Creed-Reihe gehört mittlerweile zu den erfolgreichsten Videospielreihen, da ist es nur logisch, dass Ubisoft schnell nachlegen will, AC ist eine wahre Goldgrube.

Also nur ein Jahr nach dem wirklich grandiosen AC 3 erscheint nun der nächste Ableger, der zum ersten Mal in der Zeit zurück geht, nämlich um 60 Jahre, wir befinden uns in der Karibik des Jahres 1715, mitten im Goldenen Zeitalter der Piraterie. Als Edward Kenway – Vater von Haytham und Großvater von Connor – ist der Spieler in der gesamten Karibik unterwegs, die unter anderem mit Kuba, den Bahamas und Jamaika mehrere Länder und über 50 einzigartige Locations umfassen soll. Die Assassinen-Ursprünge der Serie werden nur noch schemenhaft zu erkennen sein, es geht um Piraten, daher auch der Untertitel: Black Flag. Ganz nach dem Motto „Wir sind schlimme Schurken“ sollen laut Ubisoft aber keine Hollywood-Piraten, sondern mordende und gierige Männer, dargestellt werden. Natürlich werden auch reale Geschehnisse verarbeitet, so zum Beispiel die Geschichte der Piraten-Republik New Providence, die einige Jahre nach ihrer Gründung durch interne Kämpfe unter den Piraten wieder ihr Ende fand.

Die Karibik ist mit dem eigenen Schiff frei bereisbar und drei große Städte, nämlich Havanna, Kingston und Nassau, werden in etwas florentinische Ausmaße haben. Dabei soll Havanna als spanische Stadt an Florenz erinnern, während Kingston an die Städte aus AC 3 angelehnt sein soll. Neue Akzente soll dagegen Nassau als Piraten-Enklave setzen. Neben den drei großen Städten gibt es dutzende Fischerdörfer, unbewohnte Inseln, Dschungel, Plantagen, Forts, Ruinen, Höhlen und andere Orte zu entdecken. Außerdem können mit der neuen Tausch-Fähigkeit auch versunkene Schiffe auf Schätze überprüft werden. Assassin’s Creed 4: Black Flag soll eine nahtlose, ineinander übergehende Welt schaffen, die ohne Ladezeiten und Teleports auskommen soll damit reagiert man auf die Kritikpunktet von AC 3: die erweiterbare Siedlung, der Schiffskampf, das Jagen in der Wildnis und die Hauptmissionen wirkten durch Ladebildschirme allesamt wie eigenständige Spiele.

Wenn man mit seinem Schiff, der Jackdaw, die man komplett umbauen und seinen eigenen Vorstellungen nach anpassen kann und so etwas wie der zweite Hauptcharakter werden soll, auf hoher See unterwegs ist und am Horizont  spanisches Handelsschiff entdeckt, erhält man mit seinem Fernglas  Informationen darüber, welche Waren es transportiert und wie viel Gegenwehr man zu erwarten hat.

Die Seeschlachten, die es auch in Black Flag wieder geben wird, erinnern an die aus dem Vorgänger. Während des Schiffskampfes kann der Spieler das Steuerrad jederzeit verlassen. Was er dann macht ist ihm überlassen: Er könnt Edward einen Mast hinaufklettern lassen, um dann dort über die schmalen Stege auf den Mast des gegnerischen Schiffes zu springen. Oder er könnt ins Wasser hechten und in der Hitze des Gefechts versuchen, von hinten still und langsam auf das feindliche Schiff zu klettern und die Crew einer nach dem anderen auszuschalten. Wann, ob und wie er ein Schiff entert ist komplett ihm überlassen, im Gegensatz zum dritten Teil gibt es keine Skript-Sequenzen mehr, die ihm vorgeben, wann er was zu tun habt. Auch das eigentliche Entern des Schiffs ist optional: Wenn ihm danach ist, kann er es auch einfach versenken. Hat man das Schiff dann gekapert, kann man sich die Ladung zu eigen machen.

Etwa 40% des Spiels wird man wohl auf hoher See verbringen, das heißt, dass AC 4 nicht nur auf Seeschlachten beschränkt ist.

Während man im Animus also 60 Jahre in der Zeit zurückreist, wird die Geschichte in der Gegenwart fortgesetzt. Desmond kontrolliert man nicht mehr, stattdessen will man sich laut Ubisoft an Assassin’s Creed: Liberation und dem Mehrspieler-Modus von Assassin’s Creed 3 orientieren. Man selbst soll also als Versuchsperson von Abstergo Teil des Spiels werden, ganz ohne mit einem langweiligen Nicht-Charakter wie Desmond durch die Gegend laufen zu müssen. Wie genau das Ganze aussehen soll, wollte man jedoch noch nicht verraten.

Eine schlechte Nachricht gibt es über den Mehrspieler-Modus aber leider schon zu vermelden: Der Schiffskampf wird im Multiplayer nicht spielbar sein.

Auch sollen die Charaktere sehr interessant werden. Da wäre zuerst Edward Kenway, der kein Assassine ist, er ist ein Pirat, der von Assassinen trainiert wurde und ihre Techniken zu seinem Vorteil nutzt. Er wird als egoistisch, gierig nach Ruhm, Macht und Reichtum und als Frauenheld beschrieben. Außerdem werden die meisten bekannten Piraten wohl in irgendeiner Art und Weise einen Auftritt haben – Ubisoft nannte hier solche Namen wie Charles Vane, Benjamin Hornigold und Calico Jack. Dazu kommt Edwards bekannter Mentor und Freund Edward Teach, weitestgehend als Blackbeard bekannt.

Dass acht Ubisoft-Studios seit 2011 am Spiel arbeiteten, kann man sich bei der Beschreibung gut vorstellen, die Mitarbeiter in den Studios werden aber keine Zeit für Kaffeepausen gehabt haben, aber das Endprodukt scheint äußerst sehenswert zu sein, warten wir’s ab, aber ich bin zuversichtlich, dass das Game ein Knaller wird.

„Assassin’s Creed 4: Black Flag“ wird am 31. Oktober für Playstation 3, Xbox 360, Wii U und PC erscheinen. Auch eine Playstation 4-Version wurde bestätigt, das Releasedatum ist aber noch nicht bekannt.