Archiv für Juli, 2013

Die PlayStation 4 steht schon in den Startlöchern, da bringt Sony nochmal ein PS3-Game raus, das äußerst vielversprechend klingt und verdammt nochmal neugierig macht. Da ich selbst keine PlayStation besitze, habe ich bei einem Freund mit ihm dieses Spiel getestet und möchte jetzt hier meinen Eindruck der ersten 6/7 Stunden vermitteln.

Story:

Zu einem guten Game gehört natürlich auch eine gute Story, die in TLOU absolut filmreif und ohne Löcher daherkommt.
Wir befinden uns im Jahr 2033, 20 Jahre zuvor hat ein Pilz Millionen von Menschen getötet und/oder mit einer Infektion zu seinen Wirten gemacht. Die Städte mussten aufgegeben werden und die Überlebenden wurden in Quarantänezonen gesperrt und unter Militäraufsicht gestellt. Das Militär sucht nach Infizierten, um diese dann zu exekutieren. Der Hauptprotagonist Joel, ein Schwarzhändler aus Boston, dessen Lebensgeschichte so bewegt wie bewegend ist, verspricht seiner Freundin in diesem Szenario, dass er die 14-jährige Waise Ellie zu den Fireflies, einer Widerstandsbewegung gegen die brutale Regierung, bringen wird. Was folgt ist eine Odyssee durch die postapokalytischen Vereinigten Staaten mit Begegnungen, Fluchten, Kämpfen und Schocks.
Dieses Grundgerüst der Story wird im Spiel mittels Texten von verschiedenen Personen genauer und wahnsinnig komplex erzählt. Dabei ist die Story so klug durchdacht und perfekt erzählt, dass schon allein sie dem Spieler den ein oder anderen Schauer über den Rücken jagt und zum Nachdenken zwingt. Jedenfalls können eifrige und kluge Zocker ordentlich über die Story über Verlust, Gewalt, Menschlichkeit und Menschheit philosophieren.
Ja, TLOU ist sehr storylastig, aber das muss so sein, um überhaupt ein Gefühl für die Welt zu bekommen. Sowas hat man selten in Videospielen und es ist einfach genial.
5/5

Atmosphäre:
Wow! Schon die ersten Blicke in diese Welt faszinieren sofort. So düster und rau, hoffnungslos verloren, brutal und dennoch irgendwie schön. Hier wirkt alles böse und die klug ausgefeilten Charaktere geben den letzten Touch. Und ja, man macht sich beim Spielen Gedanken, wo man selbst in dieser Welt stehen würde, was man tun würde, wenn man selbst Joel wäre.
Manchmal läuft man minutenlang durch die Gegend, findet keinen Gegner, sucht alles ab und erwartet hinter jeder Ecke einen oder gleich drei Zombies – oftmals wird man in die Irre geführt, aber wenn man doch einen Gegner erblickt, erschrickt man sich teilweise fast zu Tode. So entstehen Momente, regelrechte Suspensemomente, die man sonst nur in Filmen bekommt.
Auf die Atmosphäre wirken sich auch das ruhige Erzähltempo und die Weiterentwicklung der Charaktere im Verlauf der Geschichte positiv aus, genau wie Dialoge und Erkundungszüge durch verlassene Häuser und Straßen.
Vergleichbar ist die Atmosphäre in TLOU mit den Filmen 28 Days LaterThe Road und der Doku-Reihe Zukunft ohne Menschen.
5/5

Sound:
Auch hier gelingt der große Wurf: die Soundeffekte sind einfach große Klasse. Da die sogenannten Clicker, so werden die Infizierten der dritten Stufe genannt, orten ihre Zielpersonen, also den Spieler, mittels Echoortung, sie achten also auf Geräusche. Man versucht sich im Spiel so leise wie möglich zu bewegen und weiß, dass jedes kleine Geräusch sofort einen Clicker auf sich hetzen könnte.
Ein weiterer Soundpunkt sind die Geräusche der Infizierten, wenn sie in der Nähe sind oder, und das ist noch schlimmer, wenn sie Joel angreifen, um ihn zu töten. Solche grausamen Geräusche lassen selbst den abgehärtetsten Zocker zusammenfahren. Auch Wind und Umgebungsgeräusche, wie knarrende Türen, wurden toll dargestellt und können schon mal einschüchternd wirken.
Die Synchronisation ist sehr gut, auch wenn man in der deutschen Sprachversion versäumt hat, alles genau auf die Sekunde mit den Lippenbewegungen einhergehen zu lassen.
Der letzte Punkt, der soundtechnisch auffällt, ist der Soundtrack,m denn so perfekt wie in TLOU ist kaum ein Vdeospielsoundtrack. Komponiert wurde der durchweg ruhige Score von keinem Geringeren als dem doppelten Oscarpreisträger Gustavo Santaolalla (2006 für Brokeback Mountain, 2007 für Babel). In den Score hat sich kaum eine unheimliche Harmonie eingeschlichen und genau das macht ihn so unheimlich und die Welt wirkt so noch düsterer und verlassener.
5/5

Gameplay:
Die Kämpfe, das fällt auf, sind Standartware und der Umgang mit Waffen lässt erkennen, dass Naughty Dog eben auch Uncharted entwickelt hat, denn der ist im Prinzip genau wie in der Abenteurer-Serie um Nathan Drake.
Einige Neuerungen stellen dann aber das Verwenden mit Baseballschlägern, Eisenstangen und anderen Schlagwaffen, die man gegen seine Gegner einsetzt. Außerdem verrichtet die Gegner-KI einen ordentlichen Job – Clicker stellen immer eine große Gefahr für alle Beteiligten dar. Kleiner Kritikpunkt ist die KI der eigenen Verbündeten/Freunde, die selten bei Versteck-Aktionen einfach ins Blickfeld des Gegners rennen und ihn auf sich locken.
Das Schleichen ist auch sehr ordentlich gelöst, stellt es doch oft den einzigen Weg dar, leise und unbemerkt vorwärts zu komen. Außerdem kann man sich auch an Gegner heranschleichen, um diese dann munitionssparend und leise zu beseitigen. Außerdem verfügt man im Laufe des Spiel über eine weitere leise Waffe: Pfeil und Bogen. Diese beiden sind mir treue Freunde geworden, kann man mit ihnen Gegner doch aus der Ferne geräuschlos töten.
Um die Gegner abzulenken kann man Backsteine oder Glasflaschen werfen, um sie auf den Ort zu locken, an den die Gegenstände geflogen sind, damit man selbst leise davonschleichen kann.
Man hat nur äußerst wenig Munition, und genau das erzeugt brutale Authentizität, die die Atmosphäre nochmal verstärkt. Genau wie undurchdachtes Vorgehen fast immer einen fiesen Tod zur Folge hat. Old-School vom Feinsten!
Außerdem verlieren Gegner einige Dinge wie zum Beispiel Munition, die man aufsammeln kann. Auch in Häusern oder auf Straßen findet man hin und wieder nützliche Gegenstände, aus denen man beispielsweise Waffen oder Medi-Kits basteln oder mit denen man seine Nahkampfwaffe verbessern kann, auch wenn diese Aufwertung nur für einige schläge hält – der Authentizität sei’s geschuldet. Das deutet auch darauf hin, dass TLOU kein Action-Shooter wie Resident Evil 6 ist.
Mit Werkzeugen und verschiedenen Teilen kann man außerdem seine Waffen an einzelnen Werkbänken, die man aber vorher finden muss, verbessern (wie Präzision, Reichweite oder Fassungsvermögen des Magazins).
Außerdem verbessern Pillen, die man finden kann die Lebensenergie.
Im Großen und Ganzen ist auch das Gameplay überzeugend, und einleuchtend, gerade weil es nichts verkompliziert und auch die Old-School-Elemente wissen zu gefallen.
Spielspaß ist also auf jeden Fall gegeben, auch wenn man bei den tragischen und harten Szenen kaum noch vom Wort Spaß sprechen kann, aber genau die machen dieses Spiel aus und machen es so einzigartig – der Ausgleich zwischen Tragik und Spannung, Anspruch und Kämpfen, so muss ein Spiel aussehen und so macht es auch Spaß.
5/5

Grafik:
Das Beste, das man derzeit zu sehen bekommt! Tolle Texturen, tolle Animationen und tolle Darstellungen von Bewegungen machen TLOU zu einer Augenweide, die über alles erhaben zu sein scheint. Die überzeugende Grafik der Uncharted-Reihe wird hier nochmal um Welten überboten und das wirkt sich auch positiv auf die Atmosphäre aus. Top!
5/5

Fazit:
Mit „The Last of Us“ kam vor dem Erscheinen der PlayStation 4 nochmal ein geniales PS3-Spiel heraus, das nichts anderes als das beste Spiel der letzten Jahre ist und wohl einer DER Kultklassiker schlechthin werden wird – und das völlig zurecht.
Eine dichte Atmosphäre, starke Story, überzeugendes Gameplay und eine geniale Grafik machen TLOU zu einem Spektakel, dem man sich nicht entziehen kann und das einige richtig krasse Jumpscares mit sich führt!
Die 18er-Freigebe ist übrigens durchaus berechtigt, da es ordentlich zur Sache geht und auch mal Köpfe zerschmettert, abgetrennt oder Menschen zerfleischt werden, außerdem schocken einige Momente, wie ich es bisher nur beim ersten Mal Slender erlebt habe.

„The Last of Us“ ist bahnbrechend, schockierend und absolut genial – kurz: ein Muss für alle, die Survival-Horror und Endzeit-Abenteuer mögen.

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Veröffentlicht: 30. Juli 2013 in Aktualisierungen

Ich war die letzten Tage mal weg und hab etwas die Seele baumeln lassen, deswegen gab’s nix zu lesen. Außerdem hat sich mein Laptop erstmal verabschiedet (hoffentlich noch nicht in die ewigen Jagdgründe).

Bald wird sich aber wieder was neues finden, hoffentlich schaff ich’s heute noch. Kommt drauf an, ob meine Eltern ihren PC brauchen.

Der Profifußball läuft wieder an, dieses Wochenende mit den ersten Spielen der 2. Bundesliga und Liga 3. Am heutigen Freitag gab es bereits vier Partien, von denen drei im Unterhaus ausgetragen wurden.

In besagten Zweitligapartien sah es am Ende wie folgt aus:

FC Ingolstadt 04 1:2 FC Erzgebirge Aue
SV Sandhausen  0:0 VfR Aalen
FC St. Pauli 1:0 TSV 1860 München

Schon diese Ergebnisse konnten mich zufrieden stellen (St. Pauli und Aue), aber das Ergebnis aus Liga 3 gefällt mir als RB-Fan doch am besten:

Hallescher FC 0:1 RB Leipzig

Die Drittligapartie gab es zum Glück auch live im MDR zu sehen und im Großen und Ganzen kann man auch mit RBs Gesamtleistung recht zufrieden sein. Natürlich gab es die für Saisonbeginn typischen kleinen Missverständnisse, aber das lässt sich noch einrenken. Das Spiel begann mit einem sehr guten Abschluss von Halle nach 22 Sekunden, wobei Merkel das Tor von Fabio Coltorti knapp verfehlte. Bis etwa zur zehnten Minute ziegte Halle eine durchaus respektable Leistung, dann begann die starke Phase der Sachsen, die zuerst eine gute Chance durch Poulsen nicht nutzen konnten. In der 23. Minute spiele Kaise einen brillanten Pass auf Frahn, der Lachheb tunnelte und dann den Ball ins von ihm gesehen linke obere Eck schlenzte – unhaltbar und wunderschön. Dann spielte RB die erste Hälfte mit viel Routine und Souveränität runter.
In der zweiten Halbzeit jedoch begann der HFC furios, setzte einen Nadelstich nach dem nächsten und hätte einen Treffer durchaus verdient. Kurz vor Schluss spielte Frahn einen genialen Pass auf Poulsen, der aber am starken Hallenser Schlussmann scheiterte.
Am Ende steht ein glücklicher, aber nicht unverdienter 1:0-Sieg für die Bullen, der positiv für die weitere Saison stimmt.

Hölle im Eis

Veröffentlicht: 11. Juli 2013 in Aktualisierungen, Buch
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Inhalt:

London 1937: Eine Gruppe junger Engländer bricht zu einer Forschungsreise in die Arktis auf. Doch die Expedition steht unter keinem guten Stern: Ein Teilnehmer nach dem anderen fällt aus, der Kapitän weigert sich, sie zu ihrem Bestimmungsort zu bringen. Zu dritt erreichen sie endlich Gruhuken. Die Einheimischen meiden den Ort. Reiner Aberglaube, davon sind Jack und seine Freunde überzeugt. Als einer von ihnen erkrankt und nur Jack zurückbleibt, häufen sich die merkwürdigen Vorfälle. Der arktische Winter naht. Schon bald ist Gruhuken von der Außenwelt abgeschnitten. Doch Jack ist überzeugt, nicht allein auf der Insel zu sein. Vor den Fenstern lauert etwas.

Meinung:

Der Klappentext klingt wirklich vielversprechend und so habe ich mich wirklich auf dieses Buch gefreut. Schon im Vornherein kann man sagen, dass meine wirklich hohen Erwartungen nochmal getoppt wurden. Warum?, das kläre ich im Folgenden.

Die Geschichte ist aus Jack Millers Perspektive, meist in Form seines Tagebuches, erzählt. Diese subjektive Betrachtung der Dinge ist ein erster Punkt, der mir wirklich sehr gut gefallen hat. Jack ist ein äußerst interessanter Charakter, mit Ecken und Kanten, arm, sehr sympathisch, er versucht mit dieser Expedition einen Start in ein neues Leben. Im Laufe der Geschichte entwickelt er sich glaubhaft weiter, überhaupt spielt das Thema „Entwicklung“ eine sehr große Rolle im Roman.
Zudem erfährt man anfangs viel über die Vorbereitungen der Expedition, die im Tagebuch festgehalten wurden und die Hintergründe der Expedition, sowie die Anreise und die Ankunft in Gruhuken. Erste Andeutungen auf die späteren Ereignisse fallen aber schon in diesem Teil – der Tod des Vaters eines Expeditionsmitgliedes, der Leichnam aus der Themse, der Widerwillen der Schiffsbesatzung, Gruhuken anzulaufen.
Im zweiten Teil, der mit dem Tag mit der ersten Nacht des Winters beginnt, gibt es eine erste Begegnung mit dem Grauen. Schon diese erste Szene ist so verdammt gruslig, obwohl sie doch ganz nüchtern geschildert wird. Der gesamte zweite Teil baut dann eine riesige Spannung auf und spätestens mit der krankheitsbedingten Abreise von Algie und Gus lässt das Buch einen nicht mehr los.
Die Isolation, Dunkelheit, Kälte und Angst schleicht sich in den Leser, oft fröstelt man beim Lesen und achtet auf jedes Geräusch in seiner Umgebung.

Die Beschreibungen sind wahnsinnig bildhaft, der Horror kommt schleichend, ist subtil, steigert sich, die Spannung zerreißt einen förmlich. Was der Geist ist, woher er kommt usw. wird zwar spekuliert, aber nicht über Seiten hinweg erklärt, so bleibt immer das Gefühl der Unwissenheit. Vieles spielt sich im Kopf des Lesers ab. Schon das Wissen um die Anwesenheit des Grauens erzeugt eine dermaßen starke Atmosphäre, dass einem mehr als einmal die Luft weg bleibt. Wieso man sich teilweise über die Geschichte aufgeregt hat, dass sie nur Mittel zum Zweck wäre, erscheint mir schleierhaft. Die Bilder, die Paver durch ihren Schreibstil projiziert, sind einfach grandios. Gruhuken erscheint scheinbar greifbar nah vor dem inneren Auge.

Neben der Horrorgeschichte ist „Dein Ende wird dunkel sein“ auch eine Reise in die Psyche eines Mannes, der allein und in Dunkelheit lebt und als einzigen Strohhalm zum Festklammern seine Routine hat. Die Panik in Jack überträgt sich förmlich auf den Leser. Darüberhinaus ist das Buch ein harter Selbstfindungstrip und eine Geschichte über die Beziehung von Mensch zu Hund und vom Schrecken des Alleineseins.
Ein genialer Roman bis zum erschreckenden Finale!

Das Buch muss man gelesen haben, um sich ein Bild davon zu machen. In einer Rezension ist das praktisch nicht zu beschreiben, wie brillant es ist!

Fazit:

Mit „Dein Ende wird dunkel sein“ gelingt Michelle Paver ein Geniestreich im Genre der Horrorliteratur. Vor den großen Namen der Horrorliteratur wie Stephen King, Susan Hill oder Edgar Allen Poe braucht sie sich nicht zu verstecken. Ich gehe sogar noch weiter: „Dein Ende wird dunkel sein“ ist einer der grusligsten Roman, die ich je gelesen habe und spielt in einer Liga mit den Größten des Horrors. Ein Meisterwerk, dass eine Verfilmung verdient hat.

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Sum 41 sind ein Garant für starke Alben, das sie auf ihrer aktuellsten Platte erneut unter Beweis stellen. „Screaming Bloody Murder“ ist besser als nur stark – man kann sogar so weit gehen und sagen, dass Sum 41 hier ihr bis jetzt bestes Album veröffentlicht haben.
Nachdem die Kritiken, vor allem aber Fan-Kritiken, für „Underclass Hero“ ja etwas enttäuscht waren (ich war das übrigens nicht), da die Jungs „etwas zu sehr in Pop-Punk-Gefilde abdrifteten“, sollten hiermit wieder alle Gemüter beruhigt werden.

Zur Einzelkritik der Lieder:

1. Reason To Believe:
Ein starker Opener, der mit starken Drums und düsterem Gitarrenspiel eingeleitet wird. Der Gesang ist fast hymnenartig. Dazu die Drums – Wahnsinn. Das Ende ist dann sehr ruhig und erinnert fast schon an eine Ballade, das beim ersten Hören sehr ungewohnt sein kann. Insgesamt ein schöner Titel.
4,5/5

2. Screaming Bloody Murder:
Die Nummer fängt ruhig an, bevor man ein tolles Gitarrensolo zu hören bekommt, das den härteren Teil des Liedes einleitet. Teilweise kreischen die Gitarren, dann kommen sie wieder düsterer daher. Überhaupt ist der Titel-Track ein starker Gitarren-Song. Am Ende wird der Hörer wieder ruhig hinausbegleitet.
5/5

3. Scumf*k:
Ein toller, ruhiger Beginn, bevor die Gitarren richtig aufkeimen und explosiv lauter werden. Im härteren Teil erinnert mich der Gesang etwas an My Chemical Romance. „Scumf*k“ macht richtig Laune. Der Schluss ist, wie schon bekannt, wieder sehr ruhig.
5/5

4. Time For You To Go:
Es wurde ja schon geschrieben, dass der Titel anfangs sehr an Green Day erinnert. Das unterschreibe ich auf jeden Fall, wobei das Piano im Refrain auch etwas von Elton John hat. Ich liebe diesen sehr melodischen Song und das „It’s time for you to go“ singt man beim zweiten Refrain sofort mit. „Time For You To Go“ klingt wie frisch aus der Garage, ist ein toller Sommer-Rock-Song und einer meiner Lieblings-Titel auf SBM. Ab ins Auto, Fenster auf, Sonnenbrille auf, Radio aufdrehen und singen!
5/5

5. Jessica Kill:
Hier wird gleich volles Tempo gegangen, mit harten und schnellen Gitarren, treiben Drums und einigen Screams, die einfach nur saugeil sind! Der Refrain ist einfach der Hammer und auch sonst einer meiner Lieblinge auf dem Album. Hier hat man eine Nummer, die aus der Metal-Richtung kommt und einen wunderbar frechen, okay harten, Text hat.
5/5

6. What Am I To Say:
Eine sehr schöne Ballade, die mit Akustikgitarre beginnt und dann vom Punk-Orchester (der Band) gefühlvoll begleitet wird. Der Gesang, die fast schon gestreichelten Instrumente und der Charakter des Liedes überhaupt … Gänsehaut und ein weiter Titel, der sich in mein Herz geschlichen hat.
5/5

Kommen wir jetzt zum genialen dreiteiligen Titel „A Dark Road Out of Hell“. Mit elfeinhalb Minuten hat der schon riesige Ausmaße und ist daher in drei Einzelparts, die alle zusammenhängen, unterteilt.

7. Holy Image Of Lies:
Der Beginn erinnert mich wieder an MCR-Lieder, aber eben mit dem typischen Sum 41-Feeling. Dann wird das Lied nach etwas mehr als einer Minute plötzlich ruhig, nur um dann wieder mit tollen Gitarren richtig zu rocken. Die Gitarren nach dem ruhigen Part sind so ziemlich das Beste, was man in der modernen Rockmusik zu hören bekommen kann.
5/5

8. Sick of Everyone:
Da hat man nach dem fließenden Übergang wieder sehr starke Metal-Einflüsse und stellt sich auf eine harte Nummer ein, dann wird es fast schon witzig, aber auf jeden Fall langsamer und leiser. Aber nur, bis Deryck „ausrastet“ und die Nummer laut und wütend daherkommt. Punkrock wie er sein soll!
5/5

9. Happiness Machine:
Wieder ein fließender Übergang mit aggressivem Anfang, dann scheint fast Resignation um sich zu greifen. Die Übergänge im Lied kommen sehr cool daher, zwischen harten Strophen und ruhigem Refrain gibt es einige kleine und sehr geile stilistisch verschiedene Parts und das Ende ist einfach nur toll.
5/5

Am Ende von „A Dark Road Out of Hell“ bleibt man sprachlos vor dem Radio sitzen und staunt über die musikalische Ausgereiftheit hinter diesem kleinen Gesamtwerk im eigentlichen Gesamtwerk. Geniale Sache!

10. Crash:
Die nächste Ballade. Eine Nummer, die sehr ruhig ist und einen extrem traurigen Text aus der Sicht eines im Sterben Liegenden hat, der sich mit dem emotionalen Gesang zu 100% deckt. Von der ersten bis zur letzten Sekunde ein genialer Gänsehaut-Song. Ganz große Nummer und für mich ein absoluter Über-Titel. Wirklich einer meiner Sum 41-Lieblingstitel, auch wenn ich sonst eher auf die schnellen, rockigen Nummern stehe (okay, „Pieces“ und „With You“ haben mich auch sofort gehabt)! Wenn man sich so richtig scheiße fühlt, diesen Titel mit „What Am I To Say“, „Pieces“ und „With You“ in einer Playlist anstellen und gut ist! Selten eine bessere Rock-Ballade gehört!
6/5 (ich kann nicht anders als hier noch einen Zusatzpunkt draufzupacken)

11. Blood In My Eyes:
Rocken wir nach etwas Traurigkeit wieder, auch wenn uns der Anfang etwas anderes vermuten lässt. Die Gitarren sind wieder ganz stark und etwas düster. Die Sums scheinen es auf SBM zu lieben, an ruhige Anfänge einen echten Kracher zu hängen oder überhaupt viele Tempo- und Lautstärkewechsel einzubeziehen.
5/5

12. Baby You Don’t Wanna Know:
Klingt wieder etwas nach Green Day und macht einfach Laune. Der zweite rotzige Garage-Rock-Titel nach „Time For You To Go“. Wieder hat man den perfekten Sommer-Rock-Song für alle Fahrzeuge von Fahrrad bis LKW. Große Klasse und einfach cool!
5/5

13. Back Where I Belong:
Eine geile hymnenartige Punk-Nummer, die Durchhalte-Parolen birgt und ein klasse Titel für das so langsam, ähm leider schnell, endende Album ist. Mit harten Gitarren und einer ganz kurzen Verschnaufpause in der Mitte des Titels passt er perfekt zum Album. Und das Ende kann man ruhig als genial bezeichnen.
5/5

14. Exit Song:
Das Ende eines starken Albums! Nochmal sehr ruhig und ein gelungener Abschluss! Eben ein Outro, nichts besonders geniales, aber trotzdem irgendwie passend und schön.
4/5

Fazit: Mit „Screaming Bloody Murder“ gehen Sum 41 wieder etwas härtere Wege als auf dem Vorgänger und bewegen sich stilistisch irgendwo zwischen Punk, Metal, Garage-Rock und Pop-Punk oder auch zwischen Green Day, My Chemical Romace, Metallica und Billy Talent.
Abschließend kann man nur sagen, dass am Ende ein Album mit einigen stilistischen Kniffen steht, das einfach geil und für mich das beste Album der Kanadier ist.

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„Fools and Worthless Liars“ der Band Deaf Havana zeichnet sich durch einen schön unspektakulären, bodenständigen Sound aus – man kann dazu schon fast Working-Class-Rock sagen. Zwischen melancholischen Balladen und krachenden Rocksongs ist auf der Platte alles vertreten.

Das Album beginnt mit dem akustischen Opener „The Past Six Years“, der sofort Lust auf mehr macht und eines meiner Lieblingsstücke auf der Platte ist. Das folgende „Youth In Retrospect“ ist ein melancholischer Rückblick auf alte Zeiten, der ordentlich rockt und ins Ohr geht. „I Will Try“ besticht durch einen brillanten Refrain und mit „Little White Lies“ schwenkt man in Pop-Punk-Gefilde ab, was einfach nur grandios ist. Der folgende Titel „Anemophobia“ behandelt das Thema Angst und wurde von Frontmann James Veck-Gilodi während einer für ihn psychisch schweren Zeit geschrieben, die Verzweiflung kann man in seiner Stimme regelrecht hören. „I’m A Bore, Mostly…“ handelt von täglicher Routine, das Lied setzt sich gleich im Kopf fest und ist einfach nur schön, genau wie das nächste Highlight „Hunstanton Pier“ ist ein schöner Titel für Veck-Gilodis und Lee Wilsons Schulort Hunstanton, der auch im Zuhörer eine gewisse Sehnsucht erzeugt. Mit „Filthy Rotten Scoundrel“ folgt ein Punk-Song erster Klasse, in dem der Frontmann von seinen Gefühlen erzählt. Das tolle „Things Change, Friends Leave and Life Doesn’t Stop for Anybody“ ist Ex-Bandmitglied Mellor gewidmet, der mit Veck-Gilodi schon lage befreundet ist und von eben jenem sehr vermisst wird. „Leeches“ erzählt, und das überrascht vom pop-punkigem Sound her schon etwas, von jemandem, der James Veck-Gilodi vor einiger Zeut sehr glücklich gemacht hat, dem aber schreckliches passiert ist. „The World Or Nothing“ kritisiert, wie wir unsere eigenen Körper mittels Alkohol selbst zerstören, da wir hoffen, unsere Sorgen einfach wegtrinken zu können. „Nelson’s County“ ist eine rockige Hymne über Norfolk und seine Menschen. Mit dem ruhigen und melancholoschen „Fifty Four“ endet diese kurzweilige CD.

Deaf Havana schaffen es mit dieser Platte, dem Hörer eine abwechslungsreiche und einfach nur schöne Zeit zu verschaffen. Man kann sich das Album nicht überhören, es ist einfach nur perfekt. Eine absolute Empfehlung an alle, die neben dem Radiogedudel auch anspruchsvollen und starken Rock mögen, der mit Einflüssen aus Pop-Punk, Balladen, Power-Pop, Post-Hardcore und Alternative Rock locker flockig daherkommt und die Jungs einfach nur sympathisch und bodenständig musizieren lässt.

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Dass Großbritannien eine sehr interessante und attraktive Alternative-Rock-Szene hat, ist nicht erst seit gestern bekannt. Deaf Havana gehört in eben jene Szene und beweisen mit „Fools and Worthless Liars“, dass sie mehr als nur eine Eintagsfliege sind. Nach dem großartigen Debüt „Meet Me Halfway, At Least“ folgte also Ende 2011 in England die nächste Platte, die Anfang 2012 dann auch in Deutschland erschien. Ohne Ryan Mellor fallen jedoch die Scream-Parts, die auf dem Debüt noch vorhanden waren, weg. Sowieso sind Deaf Havana eine sehr sympathische und talentierte Band. Mit ihrer Rockmusik erspielten sie sich die Herzen der Menschen im Sturm und gehören mittlerweile zu den besten englischen Rockbands des 21. Jahrhunderts.
Im Juli 2013 spielen sie in Berlin auf dem Flughafen eines ihrer Lieder und man sieht, was für einen Spaß die Jungs haben. Darüberhinaus sind sie St. Pauli-Sympathisanten, was sie gleich noch sympathischer macht.
Aber mal ohne Witz, die Jungs haben riesen Potential und könnten es schaffen, mit ihrer Musik auch international den absoluten Durchbruch zu feiern!

The Intersphere sind leider kein wirklich großer Name im deutschen Musikbusiness, haben sich jedoch schon eine ordentliche Fangemeinde erspielt und rockten schon am Ring und im Park. Dennoch kam der große Durchbruch bis jetzt noch nicht, aber was nicht ist, kann ja immer noch werden.
Der Stil der Band wird von ihnen selbst als Rock, Alternative und Progressive bezeichnet, eine interessante Ausgangslage für das mittlerweile dritte Album der Mannheimer, auf das ich nur durch einen glücklichen Zufall gekommen bin, gedankt sei’s der Ordnung des Plattenladens meines Vertrauens und des interessanten Covers. Ich hab einfach mal zugegriffen und als das Album dann bei mir Zuhause in der Anlage landete, war ich wirklich begeistert. Ein solches Album hätte ich nie erwartet!
Im Folgenden werde ich die Titeln einzeln bewerten bewerten.

1. masquerade:
Wunderschöner, gitarrenlastiger Einstieg und dann hört man zum ersten Mal die starke Stimmer des Christoph Hessler und die Gitarren werden etwas zurückgeschraubt. Insgesamt ein melodischer Rock-Song mit eingängigem Refrain und Hit-Potenzial.
4,5/5

2. we are:
Einer meiner Lieblingstitel auf dem Album, der etwas härter als sein Vorgänger ist und ein toller Gitarren-Rocker ist, den man wunderbar mitsingen kann. Man hat hier schon Pop-Punk- und Post-Hardcore-Einflüsse, hinzu kommt ein starker Text.
5/5

3. sleeping god:
Dieses Gitarrenspiel in den Parts ohne Gesang, das sehr nach Metal klingt, ist einfach phänomenal. Überhaupt rockt auch sleeping god wieder ordentlich, der Refrain kommt mit einer melancholischen Kraft daher, die atemberaubend ist. Die Lyrics sind auch richtig gut und am Ende hat man noch einen geilen Scream dabei. Ein weiteres Highlight!
5/5

4. hold on, liberty!:
Cooler Titel, der klingt, als wäre er gerade frisch aus der Garage gekommen. hold on, liberty! ist ein Titel, der sich zwischen Garage-Rock und Pop bewegt und einfach locker klingt.
5/5

5. OPalinE:
Da haben wir es doch, das erste Midtempo-Stück mit emotionalem Refrain. Der Funken springt auch sofort über und man hat einen echten Ohrwurm, den man immer wieder gerne hört. Besonders schön auch wieder der Einsatz der Gitarren.
5/5

6. capitall:
Progressive Rock gepaart mit Punk-Attitüde und Pop-Einflüssen. Insgesamt ein schöner Song auf dem Album, ein ordentlicher Rocker, der im Vergleich zu den Vorgängern aber etwas abfällt.
4/5

7. open end:
Ruhiger Song, der für mich nach dem Indie-Rock der Südafrikaner The Parlotones klingt, am Ende aber nochmal ordentlich aufträgt und härter wird, wobei immer noch der melancholische Faktor im Vordergrund steht.
4,5/5

8. parallel lines:
Einer meiner Lieblinge auf dem Album. Das ist ein gefundenes Fressen für alle Progressive-Fans. Sehr anspruchsvoll und stark vorgetragen! Dazu noch die fast schon biblische Länge von siebeneinhalb Minuten. Das Ende ist eine musikalische Offenbarung, die sich über drei Minuten erstreckt. Das kann man auch sehr mutig nennen, da das Ende im Kontrast zum sonst so rockigen Song viel ruhiger ist. Am Ende steht fast eine Rockoper und das Gefühl, dass hier etwas ganz besonderes entstanden ist!
5/5

9. over:
Ein ruhiger Beginn mündet langsam aber sicher in einen melancholischen Rocker mit sehr gefühlvollem Gesang und gutem Text. Der ganze Titel erinnert mich etwas an Stanfour, sowohl vom Gesang als auch von der Musik her. over hat sich sofort in mein Herz gespielt.
5/5

10. aurora:
Mal wieder wunderschöner In-die-Fresse-Rock (die Bridge mal rausgenommen), schön straight gespielt und trotzdem hat man wieder das leicht melancholische Gefühl beim Hören des Titels. Auch hier driftet man etwas in die Pop-Punk-Richtung ab und das ist verdammt cool.
5/5

11. destination:
Und das ist schon das letzte Lied auf dem Album und trotzdem ist schon eine dreiviertel Stunde vorbeigegangen. Man hat hier einen sehr ruhigen Anfang und hymnenartigen, aber leisen, Gesang. Dann setzten die Instrumente ab der Hälfte etwas lauter ein, aber der Gesang bleibt wie er schon am Anfang war. Der Text ist wieder sehr gut und einen emotionaleren, melancholischeren Abschied kann man nicht bekommen, auch wenn ich mir irgendwie nochmal einen Kick am Ende gewünscht hätte.
4/5

Meinung:
Mit Hold on,Liberty! präsentieren The Intersphere ein (fast) perfektes Rock-Album mit durchgängig sehr guten Titeln und dem gewissen Etwas, das mittlerweile so vielen Musikern nichts mehr zu bedeuten scheint. Außerdem haben die Jungs starke Texte, die nicht einfach so „hingerotzt“ sind. Als einzige Konsequenz MUSS man hier fünf von fünf Punkten vergeben und man kann sich noch auf einiges der Band freuen.

Vom Stil her bewegt sich Hold on,Liberty! zwischen Progressive Rock, Punk, Pop-Punk, Indie-Rock und Emo.

Für Fans von gepflegter, moderner Rockmusik, wie sie zur Zeit so von keiner anderen Band gespielt wird ist Hold on,Liberty! genau das Richtige. Rockmusik wie sie sein sollte!

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Gutefrage.net, wer kennt dieses Portal nicht? Jawohl, wahrscheinlich kennt es mittlerweile jeder, der schon mal irgendeinen Rat im Internet gesucht hat und das hat ja sicher jeder mit Netz-Zugang irgendwann mal gemacht, auch wenn das Internet immer noch für einige Neuland ist.

Auch ich habe mich dort schon angemeldet und Fragen gestellt, die auch zu meiner Zufriedenheit beantwortet wurden. Außerdem beantworte ich natürlich auch selber gute Fragen – und genau das ist der Punkt: gutefrage.net entwickelt sich immer mehr zu dummefrage.net, auch wenn es ja eigentlich keine dummen Fragen geben soll. Dort gibt es sie! Im Folgenden werde ich mal einige Fundstücke auflisten, die genau das beweisen. Viel Spaß!

  • „Meine Freundin und ich wir haben vor einer Stunde miteinander geschlafen. Sie hat momentan ihre Tage und benutzt Tampons. Jetzt bin ich aber zu weit reingegangen und keiner von uns beiden kriegt den Tampon raus. Sie hat es mehrmals versucht und ich hab auch schon versucht ihr den rauszuziehen. Es funktioniert nicht. Ich wollte es mit nem Löffel versuchen, aber sie lässt mich damit nicht dran. Was sollen wir machen?“

    – Ein typischer Fall von Fail. Die Löffelgeschichte ist einfach zu köstlich! Stellt sich ernsthaft die Frage, ob die echt nicht auf die Idee mit dem Gynäkologen gekommen sind…

  • „Ich habe mir einen neuen e-mail-account bei gmx angelegt. Meine e-mail-adresse geht folgendermaßen: pinkapple1993@gmx.de. Ich habe das Passwort dazu ausgesucht:PinkPanther111 FIndet ihr, dass das gut zusammenpasst?“

    – Ja, oder? Klingt ganz nett! Ganz ehrlich, wer stellt solche Fragen? Das ist wasserstoffblond (nichts gegen blonde Frauen, aber das ist einfach zu klischeehaft). Passt mein Passwort zu meinem E-Mail-Account…das würde ich nicht mal meine Oma fragen, wenn ich noch eine hätte, die darüberhinaus Alzheimer hat und für die das Internet tatsächlich noch Neuland ist, von dem irgendwelche mutigen Entdecker wilde Geschichten erzählen. Leider wurde diese wirklich gute Frage mittlerweile entfernt und die Mail-Adresse ist auch inaktiv. Warum wohl?

  • „Es gibt deutliche Anzeichen, dass Winnie Pooh ein Drogenfilm ist:Dem Esel ist alles egal…total langsam und unmotiviert –> KifferFerkel hat ständig Angst, sieht Gespenster und leidet unter Verfolgungswahn –> Pilze

    Rabbit will alles haben „alles meins, alles meins“ dazu die Riesennase –> Kokser

    Tigger springt nur herum, kann nicht stillstehen. Hüpft durch die Gegend ohne müde zu werden –> Extasy

    Christopher Robin kann mit Tieren reden –> sinneserweiternde Drogen

    Winnie Pooh ist total daneben, steht auf Süßes und seine Fantasie reicht ins Grenzenlose –> Amphetamine/LSD

    Alles Zufall, oder steckt da mehr dahinter???“

    – Zuerst einmal kann man sich fragen, was der Fragensteller wohl für Zeug genommen hat, aber er scheint von seiner Theorie überzeugt, wenn nicht sogar besessen zu sein. Aber dass Winnie Pooh tatsächlich eine Sendung für Kinder ist, die einfach die Tiere mögen, die zusammen Abenteuer erleben und lustige Sachen machen, kommt dem Typen wohl nicht in den Sinn – oder er hat tatsächlich was genommen!

  • „die Katze die ich überfahren hab läuft rum und hat aufgehört mit denn geräuschen.. Ich hab ihr Miclh angeboten sie trink bisschen und Hüpf die Ganze zeit.. Soll ich troztem Tierartz anrufen??“

    – Der hat ne verdammte Katze überfahren, die jetzt rumläuft, klingt erstmal sehr nach „Friedhof der Kuscheltiere“. Dann liest man aber weiter und fragt sich, wie dämlich man sein kann. Als Katzenbesitzer tut das ganz besonders weh und wenn eine von deinen Katzen schonmal angefahren wurde, umso mehr. Natürlich gehört das Tier zum Tierarzt und man gibt Katzen auch keine reine Milch. Und Rechtschreibung und Grammatik scheint auch nicht seine Stärke zu sein…

  • „Findet ihr es eklig, nur alle 2 Wochen zu duschen ??
    Wollte eure Meinung wissen, weil ich selbst nur alle 2 Wochen dusche …“

    – Das meint er nicht ernst, oder?! Wenn aber doch, dann ist diese Person das ekligste, von dem ich je gehört hab. Ich dusche jeden verdammten Tag und DAS DA alle zwei Wochen. Das ist einfach nur krank. Der Geruch rennt dort doch Meilen voraus! Das ist einfach nur abstoßend… Aber eben auch ein nettes Fundstück aus der großen Online-Welt.

  • „Hallo ich weiss noch ganz genau, dass mir meine mutter heute morgen eine Caprisonne eingepackt hat mit Kirschgeschmack. Ich bin kurz aus der klasse herausgegangen um auf toilette zu gehen. Als ich wieder kam und in mein Ranzen geschaut habe, war die Caprisonne weg. Das ist jetzt 3 Stunden her. Danach bin ich während der vorletzten stunde nachhause gefahren weil mich das so aufgeregt hat. Was kann ich tuin? Ich weiss auch nicht wer mir das geklaut hat….“

    – Klau nie einem Choleriker dessen Capri-Sonne! Erste wichtige Info: Kirschgeschmack. Nach dem Klogang war sie also weg. Verdammt, drei Stunden sind seit der Tat vergangen! Der Täter könnte über alle Berge sein! Dann stellt sich die Frage, wer bitteschön wegen ner geklauten Capri-Sonne in der vorletzten Stunde nach Hause fährt. a) ist ne geklaute Capri-Sonne sicherlich nicht so schlimm und b) gibt’s an ner Schule Lehrer, bei denen man solche Probleme ansprechen kann.

  • „Hallo,Ich brauche Hilfe. Meine Cousine hält sich für ein Pokemon. Was soll ich nur tun?? Sie ist die ganze Zeit Pikachu und wenn ich sie was frage gibt sie nur PIKA PIKA als Antwort. Es hat alles mit Pokemon Kristall angefangen, nachdem sie das Spiel dann durch hatte hielt sie sich für Pikachu. Sie verlangt als von ihrer Mutter eine Orange zu schmeißen und dabei los Pikachu zu rufen. Also was soll ich tun?“

    – Jetzt wäre das bunte Auto eine Option. Aber diese Frage hat schon was sehr Absurdes. Lass dem Kind doch seinen Spaß, das hört damit bestimmt auch irgendwann wieder auf. Vorausgesetzt es ist ein Kind…wenn nicht, halte ich doch die erste Option für angebracht!

  • „wie geht das mit dem finger in hals stecken ?
    ich möchte umbedingt abnehmen und habe schon öfters probiert,mir nach dem essen den finger in hals zu stecken um zu erbrechen. und bitte kommt mir nicht mit sport..“

    – Mir kommt’s schon beim Lesen dieser Frage hoch. Vielleicht wäre Sport doch eine Option. Aber ehrlich, das ist die größte Scheiße, die man machen kann. Auf dem Weg zur Magersucht kann man da nur sagen. Das ist echt schlimm, aber eben auch sehr dämlich!

  • „Ist es normal wenn ein 14 jähriger Junge mit einem Holzhandy telefoniert?
    Ich rede von meinem Ex, er ist komisch, er tut so als würd es klingeln und redet dann mit dem holzhandy… irgendwie macht es mir angst, er hat keine behinderung oder so, er ist ganz normal, er ist auch sonst überhaupt nicht kindisch, aber er telefoniert eben mit einem holzhandy“

    – Er ist schon mal NICHT ganz normal, definitiv nicht. Okay, ich hab auch öfters das Gefühl, das mein Handy aus Holz ist, das ist es aber natürlich nicht. Auf jeden Fall ist dieser Typ ziemlich verrückt, vielleicht ein militanter Grüner. Aber was mir nicht klar wird ist, ob der wirklich TELEFONIERT oder nur so tut?

  • „ist rihanna mit nicki minaj zusammen?“

    – Perfekte Frage für einen Ratgeber! Wen interessiert das, verdammt nochmal, ob die mittelmäßige (vom musikalischen her!) Rihanna mit einer völlig talentfreien, missgestalteten US-Rapperin zusammen ist?

  • „Hi Leute, ich bin gerade dabei 100% in GTA San Andreas zu machen. Ich hab heute die Michelle gemacht, die Freundin in San Fierro.. Bei den Dates wurde man zu schnell fett und ich hab jetzt mindestens 90% fett :p Jetzt will ich es wieder weg bekommen, aber wenn ich ins fitnesscenter gehe und trainieren will, steht da dass ich für heute genug trainiert habe und morgen wieder kommen soll. Ich hab mindestens 10 mal hintereinander gespeichert und es geht einfach nicht. Fahrrad fahren oder schwimmen bringt auch nichts :/ kann mir einer helfen“

    – Willkommen in unserer Rubrik „Nerds und ihre Probleme“! Erste Frage: Soll das ein Witz sein? Da will echt jemand wissen, wie man in GTA abnehmen kann. Ich stelle mir aber grade den Fragensteller vor, der wahrscheinlich haargenau so fett ist, wie der Protagonist im Spiel. Vielleicht projiziert er die Wirklichkeit auch auf sein PC-Leben, soll’s ja alles geben.

  • „ich liebe babybrei und bei mir an der schulke ist ja der lidl und meint ihr ich kann babybrei in der schule essen?“

    – Made my day! So eine geniale Frage. Natürlich kann man das, jedoch riskiert man, dass man sich zum Gespött der Schule macht. Aber bitte nur mit Latz und Baby-Löffelchen!

  • „HALLO! Also ich habe jetzt die Schule beendet. Mit einen erweiterten Realschulabschluss. DER NUR GANZ OK IST. NICHTS BESONDERES. Jedoch hat eine in meiner Klasse einen sehr guten. Ja ok, gönne ich ihr. ABER ICH VERSTEHE NICHT WARUM SIE SO GUT IN DER SCHULE IST!! In echten Leben hat die von so vielen Sachen KEINE AHNUNG. Auf so vielen Sachen gibt sie eine so dämliche Antwort, wo ich mir denke W T F. In der Schule so schulisch, kann sie echt viel. Aber wie gesagt in echten Leben ist sie so NAIV und kann sehr viel nicht verstehen. Manche ihrer Schritte kann ich einfach nicht nachvollziehen und ich denk mir nur warum macht die das?!. Wie kommst das, dass sie so gut in der Schule ist. Bin ich jetzt einfach nur dämlich?!“

    – Vielleicht! Sehr wahrscheinlich sogar. Vielleicht sogar so dämlich, dass sie nicht mal versteht, wie man eigentlich richtig handelt. Wer weiß.

  • „Hallo,heute ist es mir mal wieder aufgefallen das mein sehr süßer (name Fina) hund immer wieder gegen die tür rennt und komische sachen macht ! Was könnte mit ihr los sein?“

    – Ich würde sagen, dass der Hund etwas dumm ist… Aber ehrlich, man kann doch wenigstens etwas genauer beschreiben, was passiert, aber so wie es dasteht, kann man nur lachen.

  • „Hallo zusammen, mein bruder hat mich gefragt, ob ich weiss wo bollywood liegt und ich wusste nicht mal, dass das eine ortschaft ist. In letzter zeit passieren mir solche sachen immer häufiger. Was soll ich tun? Kennt ihr das gefühl auch?“

    – Was für eine Frage. Bollywood setzt sich doch nur aus Bombay und Hollywood zusammen und ist somit keine Ortschaft, da hat der Bruder entweder keinen Plan oder er hat den Fragensteller nur etwas veralbert. Solche Sachen passieren häufiger – das könnte noch problematisch werden. Aber wenn man sowas auf gutefrage.net fragt, dann kann man gar nicht ganz OK sein.

  • „Äh mir ist was echt voll Peinliches passiert.Ich bin ein Mädchen und 14. Ich saß mit meiner Mama und meinem Bruder im Wohzimmer. Und wir hatten halt Besuch. Also meine Tante und mein Onkel waren beide da. Die haben drei Kinder. Der Sohn ist 12 und die Tochter ist 10. Und die kleine Tochter ist 5.Also wir alle saßen auf der Couch. (Wir haben eine große Couch. Deswegen haben wir alle hingepasst).Meine kleine Cousine ist 5 und saß neben mir. Plötzlich hat sie mich (und das ist nicht gelogen) und die Brust gekniffen. Also einfach so. Und dann hat sie geschrieben MAMA DIE VANESSA HAT SCHON EINE BRUST. hahaaa und dann hat sie so blöd gelacht. Und mich haben alle angeguggt auch mein Onkel und meine 10jähriger Cousin und halt alle.

    Das war soo peinlich. Meine Tante hat dann so bisschen gegrinst und zu mir gesagt dass meine kleine Cousine vor paar Tagen zu ihr (ihrer Mama) gesagt hat warum manche Frauen eine Brust haben und andere nicht. Und dann hat meine Tante ihr erklärt dass man halt eine bekommt wenn man älter wird. Deswegen wollte meine kleine Cousine wissen ob ich schon eine habe. Und deswegen hat sie mich da gekniffen.

    Ja und das hat schon bisschen weg getan. Aber am schlimmsten war dass das halt voll peinlich war. Vor allen. Vor meinem Onkel und meinem Cousine (10 ist er) und einfach vor allen. Das war peinlich. Ich wusste nicht was ich sagen sollte und bin dann halt aufgestanden und hab so getan wie wenn ich was am Smartphone schreiben würde. Und jetzt sitz ich seit 15.22 Uhr hier im Computerzimmer und trau mich nicht mehr raus. Meine Verwanten sind nämlich noch a.

    Was soll ich jetzt machen? Meint ihr ich kann wieder rausgehen? Aber dann kneift sie mich wieder. Und dann blamier ich mich noch einmal. Ist halt auch peinlich dass ich mit 14 schon eine Brust habe. Also ich bin nicht dick sondern dünn. Aber ich hab halt trotzdem schon eine Brust (bin auch ziemlich groß) und manche Freundinnen sind hatl voll flach und das ist eh schon peinlich dass ich schon eine hab. Aber wenn ich da noch gekniffen werde ist es halt voll peinlich. Und jetzt weiß auch mein Onkel dass ich schon eine Brust habe. Und das war halt voll peinlich.

    Ja sorry für den langen Text. Was mach ich denn jetzt? Danke geb auch einen STern. Ich will jetzt jedenfalls mit der nichts mehr zu tun haben obwol ich sonst immer mit ihr gespielt habe. Aber das mit den Kneifen hat sie sonst auch nicht gemacht. Das war sooo peinlich. Und das auch vor meinem Onkle.“

    – Klingt schon etwas nach Paranoia. So schlimm ist das doch nicht, oder?! Und dann der Satz: Jetzt sitz ich seit 15.22 Uhr hier im Computerzimmer und trau mich nicht mehr raus. What the fuck?

  • Vor Lachen auf das Bett gepinkelt: „es ist glaubich sogar ein mini fleck auf der bettwäsche naja die wird ja wieder gewaschen aber so dumm :/ ich habs ihr nicht gesagt war zu peinlich findet ihr das sehr schlimm? -> schlechtes gewissen :D“

    – DAS ist doch fast der Prototyp der peinlichen Frage. Keiner weiß es und dann wird es für alle zugänglich gepostet. Warum?

  • „“Warum ist die Banane krumm?“ Diese Frage hört man ständig, aber ich weis nie eine Antwort drauf. Kann die Frage jemand erklären oder beantworten?? Dient sie vielleicht nur als Verwirrung?? Bitte beantworten“

    – Die Frage aller Fragen im ausführlichen Gewand. Die Erklärung ist doch aber so einfach und das lernt man überall – sogar in der Baumschule!
    Weitere Antwortmöglichkeiten:
    „Weil niemand in den Urwald zog und die Banane grade bog.“ – Oldschool!
    „Weil wenn die Banane gerade wär, die Banane keine Banane wär.“ – Danke, Opa, der ist besser!

So, das soll’s fürs Erste gewesen sein mit meinen Fundstücken aus dem Netz. Die ganze Geschichte hat mir riesen Spaß gemacht und ich musste mehr als einmal lachen. Sowas sollte ich öfter machen.

Danke an alle, die bis hier runter gelesen haben und schaut doch irgendwann mal wieder vorbei.

Der Fußball ist wieder bei RTL

Veröffentlicht: 11. Juli 2013 in Aktualisierungen, Alltag, Sport
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Ja, richtig gelesen!

RTL wird die Spiele der deutschen Nationalelf für die Qualifikation zur EM 2016 und zur WM 2018 übertragen, wie gestern bekanntgegeben wurde. Der Privatsender erhielt den Zuschlag von der UEFA, während ARD und ZDF die Entscheidung „zur Kenntnis“ nahmen. Insgesamt sind das 20 Spiele, die nicht wie gewohnt im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt werden, sondern auf den Privatsender übergehen. Die Endrundenpartien werden aber weiterhin von ARD beziehungsweise ZDF übertragen werden.

Was ich persönlich davon halten soll, weiß ich nicht so genau. Erstens sind die Expertenteams im öffentlich-rechtlichen TV sehr sympathisch und gehören für mich mittlerweile zu Länderspielen dazu, zweitens hat man auf ARD und ZDF bei den Spielen in der Halbzeit oder nach dem Spiel keine Werbung, maximal eine heute- oder Tagesschau-Sendung, die auch irgenwie sein müssen.

Andererseits gefiel mir die RTL-Übertragung zur WM 2010 erstaunlich gut, was aber vor allem an Günther Jauch und Jürgen Klopp als Moderatoren lag, von denen ich hoffe, wenigstens einen auch da zu sehen. Darüber hinaus hat RTL ja schon so etwas wie eine Fußball-Tradition, immerhin lief die Sendung „Anpfiff“, von der mein Vater immer wieder mal schwärmt, ja auch auf RTL. Am Ende tut etwas frischer Wind ja vielleicht auch gut – wir werden sehen!

Für ein Spiegel-Spezial vom Februar 1994 interviewte Campino, der Sänger der Punk-Band Die Toten Hosen, die damalige Jugendministerin Angela Merkel. Schon die  Vorstellung, dass unsere heutige Kanzlerin damals als Jugendministerin fungierte, ist so absurd und verstörend, dass man darüber gar nichts weiter sagen kann, das ist einfach unvorstellbar.

Aber egal, es war nun mal so und irgendwie haben die Jugendlichen das auch überstanden (oh Wunder!). Aber das Interview an sich ist schon sehr interessant, Campino stellt kluge Fragen und schafft es sogar, Merkel als etwas dämlich darzustellen. Aber seht selbst!
Ganz ehrlich, ich finde das schon fast bezeichnend für die Politik, die unsere Regierung so verzapft. Schon 1994 erkennt man, dass Merkel a) unsympathisch ist und b) Antworten gibt, die man sonstwie interpretieren kann. Und das Ende ist ja mal die dümmste Antwort aller Zeiten! 😀