Archiv für die Kategorie ‘Film’

Als Filmfan legt man sein Augenmerk ja bekanntlich auch auf die Darsteller, denn ohne gute Darsteller gibt es keinen guten Film.

Geben wir es zu, am meisten faszinieren uns die „bösen“ Charaktere, egal, ob sie im Zentrum der Handlung stehen, oder als Nebencharaktere auftreten. In meinem Ranking können daher auch Hauptcharaktere vorkommen.

Da dieses Ranking ein subjektives aus meiner Sicht ist, können die Ansichten der Leser von meinen natürlich abweichen, da ich natürlich auch einige Filme, in denen richtig fiese Charaktere vorkommen noch nicht gesehen habe. Über weitere „Schurken“ kann gerne in den Kommentaren geschrieben werden, außerdem, wenn eure Ansichten an manchen Stellen etwas anders sind und ihr meint: „So toll ist der aber nicht gewesen!“ oder „Was? Der ist doch noch schlimmer gewesen als in dem Ranking“.

Platz 30: Dennis Hopper als Howard Payne in „Speed“. Im 90er-Kultfilm stellt Hopper den Ex-Cop und Erpresser Payne große Klasse dar. Seine Einfälle gingen jedenfalls in die Filmgeschichte ein.

Platz 29: Olivier Schneider als Smith in „Unknown Identity“. Wer? Eine sehr kleine, aber meiner Meinung nach ziemlich fiese Rolle. Smith ist ein Auftragskiller, der Martin Harris beseitigen soll. Seine kurzen und fast wortlosen Auftritte sind toll getimt und sorgen für ordentlich Spannung. Für mich besser als Frank Langella und Stipe Erceg als Schurken in diesem Film.

Platz 28: Vincent Cassel als Jean-François de Morangias in „Der Pakt der Wölfe“. Ein Auftritt, den ich so schnell nicht vergessen werde, da Cassel den wahnsinnigen Jean-François stark dargestellt hat. Besonders die Szene, in der er sich an seiner Schwester vergreift und man bemerkt, dass sein Arm doch nicht fehlt, hat michj begeistert. Dennis Hopper als Howard Payne in „Speed“. Im 90er-Kultfilm stellt Hopper den Ex-Cop und Erpresser Payne große Klasse dar. Seine Einfälle gingen jedenfalls in die Filmgeschichte ein.

Platz 27: Bruce Willis als Generalmajor William Devereaux in „Ausnahmezustand“. Das Militär marschiert nach eine Serie von Anschlägen in New York City ein und riegelt Brooklyn ab. Arabischstämmige und Muslime werden rechtlos und ohne Verhandlung in Lagern gefoltert und festgehalten. All das geschieht unter der Aufsicht des Generals, der sich selbstgefällig und eiskalt gibt.

Platz 26: Arno Frisch als Paul in „Funny Games“. „Funny Games“ ist ein extrem harter Film mit Susanne Lothar und Ulrich Mühe in den Hauptrollen. Frank Giering und Arno Frisch spielen zwei sadistische Jugendliche, die eine Familie zu Tode quälen. Der Anti-Gewalt-Film (richtig gelesen) des für „Liebe“ mit dem Oscar ausgezeichneten Regisseurs Michael Haneke fragt, wie weit Gewalt in  den Medien gehen sollte. Arne Frisch’s Performance war noch einen Zacken schärfer und härter als die von Giering.

Platz 25: Johnny Depp als Sweeney Todd in „Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street“. Ein Barbier, der nach seiner Deportation nach Australien zurückkehrt und Rache nehmen will, an dem Richter, der ihn zu Unrecht in die Verbannung schickt. Jedoch weitet sich sein Hass auf alle Menschen aus und schon mordet er sich näher an Richter Turpin. Der verrückt bis skurrile Auftritt ist großes Kino und hätte möglicherweise sogar noch weiter oben ein gutes Plätzchen gefunden, aber egal.

Platz 24: Pete Postlethwaite als Florist Fergie in „The Town – Stadt ohne Gnade“. Der Auftraggeber für Doug MacRay’s Gruppe von Räubern, die in  Charlestown/Boston Banken und Geldtransporter ausrauben. Fergie ist ein alter, gebrechlicher Mann, von dem aber eine ungeheure Energie und Aura der Bedrohung ausgeht. Er schreckt vor nichts zurück und ist zu allem fähig.

Platz 23: Jared Harris als Professor James Moriarty in „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“. Der Sherlock Holmes geistig ebenbürtige Professor, der hohes Ansehen genießt, aber ein dunkles Zweitleben führt, hat mich am zweiten Teil von Guy Ritchies Erfolgsreihe besonders begeistert und war kühl gespielt, genau so wie das sein muss.

Platz 22: Tom Wilkinson als Paul Emmett in „Der Ghostwriter“. Ein Mann, der in Verbindung mit der CIA steht und alles Mögliche versucht, um zu verhindern, dass ans Licht kommt, dass die Politik des britischen Ex-Premiers Adam Lang US-gesteuert war. Ein brisanter Stoff mit einem starken, im Hintergrund agierenden Bösewicht.

Platz 21: Sir Ian McKellen als Sir Leigh Teabing in „The Da Vinci Code – Sakrileg“. Eine wunderbare Wandlung nimmt Teabing in der Verfilmung von Dan Browns Verschwörungsthriller ein. Vom Sympathieträger zum Badass – toller Auftritt des großen Sir McKellen. Ein Mann, der zu allem bereit ist, um den heiligen Gral zu finden, dem Kollateralschäden einfach egal sind.

Platz 20: Brendan Gleeson als David Barlow in „Safe House“. Ein waschechter Verräter, der ein Killer-Kommando anheuert, um Tobin Frost, der brisante Informationen über Geheimdienste besitzt zu beseitigen. Das ist einfach nur stark gespielt, da sich Barlow von einer Vaterfigur zum Mörder entwickelt.

Platz 19: Sir Ben Kingsley als Dr. John Cawley in „Shutter Island“. Sicher nicht der eigentliche Bösewicht, aber das kommt erst am Ende heraus und so lässt man den Zuschauer im Glauben, dass der aalglatte Leiter der Anstalt doch nicht die Absichten hat, die er vorgibt zu haben. Kingsley spielt das wie gewohnt einfach nur grandios.

Platz 18: Jack Nicholson als Frank Costello in „Departed – Unter Feinden“. Nicholsons Darstellung des skrupellosen Mafiabosses, der seine Leute einfach überall hat,  ist einfach brillant. Mehr muss man dazu nicht sagen, einer der besten Paten der Filmgeschichte.

Platz 17: Sir Ian Holm als Sir William Gull in „From Hell“. Ein Gespenst geht um in London – Jack The Ripper. Natürlich kein echtes Gespenst, aber irgendwie schon. Verrückt. Der Leibarzt der königlichen Familie, Sir William, gibt vor, Inspektor Abberline zu unterstützen, während er sich durch Londons Prostituierte mordet, die bei einer Hochzeit zugegen waren, die nicht sein durfte. Toll!

Platz 16: Richard Jenkins als Der Vater in „Let Me In“. Der Mann ist natürlich nicht der Vater von Abby, die in Wirklichkeit ein Vampir ist, gibt sich aber als dieser aus. Für Abby tötet er Leute, die er dann ausbluten lässt, um das Blut für Abby mitzunehmen. Er ist nicht der typische Bösewicht, eher der unfreiwillige, aber seine Taten sind, und das ist entscheidend, keine „guten“ Taten. Die Darstellung dazu ist überragend.

Platz 15: Anthony Perkins als Norman Bates in „Psycho“. Der psychopathische Eigentümer eines abseits gelegenen Motels ging in die Filmgeschichte ein. Die Darstellung einen Mannes mit gespaltener Persönlichkeit ist schlichtweg grandios. Warum dann nur Platz 15? Der Film ist ein etwas älteres Semester und so stark er auch ist, schocken konnte mich die Darstellung nicht mehr wirklich.

Platz 14: Mark Strong als Clive Cornell in „The Guard – Ein Ire sieht schwarz“. Auf der einen Seite ein eiskalter und abgebrühter Gangster, auf der anderen ein Mann, der von seinem „Job“ genug hat und dem seine Komplizen einfach nur auf den Sack gehen. Er zitiert Bertrand Russell und neigt überhaupt zur Philosophie. Ein wunderbar lakonischer und trockener Auftritt des Briten!

Platz 13: Ben Whishaw als Jean-Baptiste Grenouille in „Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders“. Eine phänomenale Darstellung des Psychopathen Grenouille, der besessen davon ist, das unltimative Parfüm herzustellen und dafür vor Mord nicht zurückschreckt. Whishaw lässt Grenouille aber noch einen kleinen Funken Menschlichkeit innewohnen, wie es im Buch nicht der Fall ist, was diese Darstellung aber so unverwechselbar macht.

Platz 12: Tom Cruise als Vincent in „Collateral“. Der Auftragskiller Vincent, der im Auftrag eines Drogenkartells die Zeugen und die Staatsanwältin beseitigen soll, ist routiniert und eiskalt. Die Fahrten im Taxi und seine Sprüche da, die philosophisch, manchmal witzig und cool sind, machen ihn aber fast zu einem Sympathieträger, bis er ohne mit der Wimper zu zucken einen Menschen tötet. Der wohl coolste Killer der Filmgeschichte!

Platz 11: Clive Owen als Dalton Russell in „Inside Man“. Der cleverste Bankräuber der Filmgeschichte ist eindeutig dieser Mann. Das Psychoduell mit Detective Frazier ist immer wieder genial anzusehen und seine Ideen sind immer wieder genial. Russell ist nicht übermäßig brutal und ein brillanter Stratege. Owen spielt ihn famos und als einen heimlichen Sympathieträger.

Platz 10: Christoph Waltz als Hans Landa in „Inglourious Basterds“. Ein Charakter, den man ohne Umschweife als „böse“ bezeichnen muss! Eiskalt, zynisch, gefährlich. Muss man nicht mehr dazu sagen.

Platz 9: John Travolta und Samuel L. Jackson als  Vincent Vega und Jules Winnfield in „Pulp Fiction“. Die beiden Auftragskiller, die mit tollen Dialogen und einer wahnsinnigen Abgebrühtheit punkten können. Das Gangsterpaar hat die Filmgeschichte maßgeblich beeinflusst und um viele Zitate bereichert.
Auf diesem Platz 9 befindet sich aber noch ein zweites, genau so cooles Paar. Und zwar Roeland Wiesnekker und Hans Uwe Bauer als Maier und Bommer im ZDF-Fernsehfilm „Mörderische Jagd“. Die Vorbilder der beiden erkennt man, nur ist dieses Paar noch einen Zacken skurriler, von der Brutalität können sie es auch fast mit Vincent und Jules aufnehmen. Die besten Gangster in einem Fernsehfilm!

Platz 8: Leonardo DiCaprio als Calvin Candie in „Django Unchained“. DiCaprio gelingt eine grandiose Darstellung des Sklavenhalters und Plantagenbesitzers, der ein wahrer Soziopath ist und skrupellos seine Ziele verfolgt und von der Überlegenheit der „weißen Rasse“ überzeugt ist. Diese Darstellung verschärfte sich noch einmal in der Szene am Tisch, in der er sich an der Hand verletzt und sich nicht daran stört. DiCaprio hat sich wirklich verletzt gehabt und einfach weiter gespielt. Ein ganzer Kerl! 😀

Platz 7: Samuel L. Jackson als rassistischer Haussklave Stephen in „Django Unchained“, der im Prinzip Candies Gehirn ist. Noch böser, noch kränker. Jackson hat die Nase vorn, weil sein Charakter a) so clever b) so verabscheuungswürdig und c) fast schon parodistisch angelegt ist. Diese Performance hat mich zutiefst erschreckt und trotzdem auch amüsiert.

Platz 6: Ted Levine und Sir Anthony Hopkins als Buffalo Bill beziehungsweise als Dr. Hannibal Lecter in „Das Schweigen der Lämmer“. Hier nehme ich beide, weil sie beide gleich genial sind. Auf der einen Seite Levines kranke, völlig durchgeknallte Darstellung des Serienmörders, der sich danach sehnt, eine Frau zu sein. Auf der anderen Seite Hopkins als hochintelligenter, aber auch brutaler Kannibale. Beide sind für mich grandios!

Platz 5: Ralph Fiennes als SS-Hauptsturmführer Amon Göth in „Schindlers Liste“. Die Darstellung des sadistischen, unmenschlichen SS-Mannes gelingt Fiennes erschreckend realistisch, er tötet nicht nur aus, sondern er hält es für eine Pflichtaufgabe. Sein Befehl zur Räumung des Ghettos endet in einem Massaker. Eine Darstellung, die man nicht mehr vergisst.

Platz 4: Jack Nicholson als Jack Torrance in „Shining“. Er wird immer verrückter, das Overlook Hotel ergreift Besitz von ihm, Visionen und Wirklichkeit verschwimmen. Legendär der Ausspruch: „Hier ist Johnny!“ Eine phänomenale Darstellung eines Mannes, der den Verstand verliert.

Platz 3: Sergi López als Hauptmann Vidal in „Pans Labyrinth“. Der skrupellose Franco-treue Hauptmann ist einfach nur große Klasse dargestellt. Die Einzelheiten machen diesen Charakter aus, der eiskalt Menschen hinrichten lässt, denen er seine Anklagepunkte nicht einmal beweisen will. Der Mann läuft präzise wie ein Schweizer Uhrwerk, er scheint wirklich alles zu kontrollieren, von Wutausbrüchen bis hin zu seinem Rasier-Ritual. Die Tötungsmaschine des Faschismus schlechthin!

Platz 2: Kevin Spacey als John Doe in „Sieben“. Ein Serienkiller, der seine Opfer nach den sieben Todsünden auswählt und der Polizei immer einen Schritt voraus ist, das ist John Doe. Er ist eiskalt und intelligen, das macht seine Person aus. Spaceys Performance ist einfach genial, der Dialog im Auto kurz vor Schluss und überhaupt seine ruhige abgeklärte Art, sind einfach nur schweißtreibend!

Platz 1: Der Platz eins ist wohl von Anfang an klar gewesen: Natürlich ist es Heath Ledger als Joker in „The Dark Knight“. Er hat die Darstellung von Bösewichten im Film revolutioniert und es gleichzeitig unmöglich gemacht, eine vergleichbare Leistung abzuliefern. Sein Ziel ist kein Geld, er will Gotham City in Chaos stürzen und hat einfach Spaß am Zerstören – ein eigenwilliger Sinn für Humor. Er mag es, rechtschaffene Menschen durch extreme Situationen unmoralisch Handeln zu lassen (hier verweise ich nur auf Harvey Dent und die beiden Fähren, deren Passagiere (Kriminelle und normale Bürger) sich gegenseitig in die Lauf sprengen sollen. Der völlig verrückte Psychopath, der aber so clever ist, Gotham City an den Rand des Wahnsinns zu bringen, ist zu Recht der beste Filmschurke aller Zeiten und der Oscar für den viel zu früh verstorbenen Heath Ledger ist mehr als verdient.

Das waren sie, meine Lieblingsfilmschurken. Es werden sicherlich noch einige dazu kommen, wenn man mehr Filme sieht, aber einen anderen Platz eins, und da bin ich mir ganz sicher, wird es nicht geben.

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Willkommen in Hamburg!

Veröffentlicht: 10. März 2013 in Aktualisierungen, Alltag, Film
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Es wurde ja viel gelästert über Til Schweiger als Tatort-Kommissar, ein Shitstorm sondergleichen kann man fast schon sagen. Hier war es der Name, der dem Star nicht passt, dort war es der Vorspann, der laut Schweiger ‚outdated‘ ist (da hat er übrigens völlig Recht!). Jedenfalls war das für jeden Tatort-Fundamentalisten ein Sakrileg. Doch Schweigers erster Tatort müsste auch seine größten Kritiker zum Verstummen bringen.

Ich war ja nach Mehmet Kurtulus‘ Abgang auch erst skeptisch, ob Schweiger in die großen Fußstapfen treten kann, oder ob er kläglich scheitern wird. Trotzdem habe ich mich seit drei Wochen auf den heutigen Tatort gefreut, ohne Witz.

Die Ausgangslage:  „Blutbad bei LKA-Einsatz“, titelt die Zeitung. Verantwortlich für die Schlagzeile ist der neue Hamburger Ermittler Nick Tschiller. Er soll mit Partner Yalcin Gümer eigentlich nur eine Wohnung überprüfen. Aber vor Ort trifft er auf verschleppte Mädchen, die zur Prostitution gezwungen werden – und mehrere Gangster. Es kommt zur Schießerei. Das Resultat: drei tote Verbrecher, eine Schusswunde für Gümer und viel Ärger für Tschiller. Er will die Mädchen retten. Hat sein Expartner Max etwas mit der Sache zu tun?

Um diese Story konstruierte Regisseur Christian Alvart den neuen Tatort, der eher als Action-Thriller als als TV-Krimi daherkommt. Die Action ist grandios gemacht, harte Schießereien und der Einsatz von Handkameras zeigen ihre Wirkung und erinnern an richtig gute US-Achtionfilme á la Stirb langsam oder an das Vorbild für Willkommen in Hamburg, Lethal Weapon. Das macht a) großen Spaß und ist b) einfach etwas erfrischend neues in der Reihe der teilweise zu politischen Tatorte der letzten Zeit, die kaum Action intus hatten (damit meine ich natürlich nicht die grandiosen Wiener Fälle, oder alle etwas actionreicheren Fälle der letzten Zeit). Die Besetzung ist durch die Bank weg perfekt, Schweiger nimmt man den Actionheld auf der einen und liebevollen, natürlich geschiedenen, Vater auf der anderen Seite wirklich ab. Seine Tochter Luna gefällt in der Rolle als seine Filmtochter Lenny, dazu gesellt sich der grandiose Mark Waschke, der Tschillers ehemaligen Partner Max Brenner (Wie der Pass. – Welcher Pass? Wie der Tunnel!“) herrlich fies verkörpert. Nicht zu vergessen ist aber der geniale Fahri Yardim als Tschillers „Neuer“ Yalcin Gümer, der nach seiner Verletzung im Krankenhaus liegt und Nick mit Rat und Tat unterstützt und nebenbei die Krankenschwester anbaggert.

Dieser Tatort macht Schluss mit konventionellen Fällen, Schluss mit zänkischen Kommissaren und Gerichtsmedizinern, Schluss mit Psychologen, Schluss mit langwierigen Ermittlungen – er macht kurz gesagt Schluss mit dem herkömmlichen Tatort. Tschiller löst seine Probleme gerne mit der Pistole und das ist einfach nur saucool.

Auch der Humor kam nicht zu kurz. Da wäre zum einen der Schwanzwergleich (im wahrsten Sinne des Wortes) von Tschiller und Komissar Falke (Wotan Wilke-Möhring), dem anderen neuen in Hamburg, zum anderen hätten wir noch coole Dialoge zwischen Tschiller und Gümer, außerdem gäbe es da noch die Rollstuhlfahrer-Geschichte und der Spruch des Abends „Schiller wie der Dichter?“ – „Welcher Dichter? Nee, mit T vorne. Tschiller. Ich nuschel ’n bisschen.“ – so wunderschön selbstironisch kann Schweiger sein, klasse.

Dieser Tatort war einfach genial und hätte genauso gut ein klasse Kinofilm sein können. Nächstes Jahr kommt Schweigers zweiter – schade, einmal Tschiller pro Jahr ist echt zu wenig!

Man kann nur sagen: Weiter so, genau das wollen wir sehen!

Kurzes Update

Veröffentlicht: 18. Februar 2013 in Aktualisierungen, Alltag, Film

Da isse wieder, die Schule. Wieder kurz nach Mitternacht aufstehen, ich hasse es! Ich hab ne kurze Anekdote zu heute: pünktlich um 7 Uhr stehe ich im Klassenzimmer, in Erwartung der Lateinlehrerin. 7:10 Uhr, zu Unterrichtsbeginn war sie immer noch nicht da. Nach zwanzig Minuten warten kam der stellvertretende Schulleiter rein und sagte uns, dass Latein ausfallen würde, die Stimmung explodierte dann förmlich, als man uns mitteilte, dass es keinen Vertetungslehrer für die beiden Stunden gebe. Wir sollen uns doch bitte ruhig verhalten und im Zimmer aufhalten. Eine Minute nachdem der gute Mann weg war, gingen wir in die Stadt frühstücken (zweites Frühstück), bevor wir nach einer Stunde Spanisch in GRW eine Spielstunde hatten. Wenn nur jeder Schuletag so wär…
Samstag hab ich übrigens Django Unchained geschaut im Kino, so ein geiler Film. Brillante Dialoge, krachende Action und eine gehörige Portion Humor machen diesen genialen Tarantino-Streifen aus. Der Soundtrack ist eine geile Mischung aus Western-Klassikern und zeitgenössischer Musik wie Rap – sehr geil. Die Kamera ist Hammer und die Schauspieler machen durch die Bank weg einen ausgezeichneten Job! Also Django Unchained ist eine Riesenempfehlung und wer ihn noch nicht gesehen hat: ab ins Kino.
Noch ein paar Worte zum Tatort gestern: starker Fall mit interessanten Figuren und einer Thriller-Story, die auch einem US-Film entsprungen sein könnte. Ganz stark! Übrigens vormerken: 10.3. erster Til-Schweiger-Tatort aus Hamburg, die Story klingt vielversprechend!

Ich meld mich ab. Ciao!

Fluch der Karibik 5 kommt!

Veröffentlicht: 15. Februar 2013 in Aktualisierungen, Film

Das ist ja an sich nichts neues, aber Disney hat im Januar den offiziellen US-Kinostart bekannt gegeben. Nachdem auch der vierte Teil der Piraten-Saga im Jahr 2011 weltweit über eine Milliarde Dollar eingespielt hat, von vielen Kritikern aber zerrissen wurde (weshalb auch immer), soll es im fünften Teil wieder bergauf gehen. Da besonders das Drehbuch von „Fremde Gezeiten“ harsch kritisiert worden war, soll das folgende besonders überzeugen, daher hatten Regisseur Rob Marshall und Produzent Jerry Bruckheimer einen ersten Drehbuchentwurf von Terry Rossio im letzten Jahr abgelehnt. Da Disney den Start präzise auf den 10. Juli 2015 gelegt hat, muss der zweite Entwurf entweder fertig oder die Idee ausgereift sein und auch Regisseur und Produzent müssen den Entwurf oder die Idee bereits abgesegnet haben. Autor des zweiten Entwurfes ist laut Worstpreviews übrigens nicht mehr Rossio, sondern Jeff Nathanson, der bereits die Drehbücher für „Catch Me If You Can“ und „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ verfasste.

Johnny Depp wird definitiv wieder in seine Paraderolle des exzentrischen Piraten Captain Jack Sparrow schlüpfen, die er als seine absolute Lieblingsrolle bezeichnete und die er, nach eigene Aussage, bis ans Ende seiner Tage spielen würde. Gehörte er schon mit seiner Gage bei Teil vier (etwa 55 Millionen US-Dollar) zu den bestbezahltesten Schauspielern Hollywoods, wird er diesen „Titel“ für das Jahr 2014/15 wohl schon für sich gepachtet haben, es wird von einer Gage in Höhe von 100 Millionen US-Dollar gemunkelt – hoffen wir mal, dass er sie sich wieder verdient, aber ich bin zuversichtlich!

Ich freue mich auf den fünften Teil meiner Lieblingskinosaga (scheiß auf „Twilight“!!!!) und frage mich, wie ich die Wartezeit überbrücken kann. 😀

Meine erste ausführliche Filmkritik! Enjoy!!!

OT: The Woman in Black
Länge: 95 Minuten
FSK: ab 16 (DVD)
Produktionsland: Großbritannien, Kanada, Schweden
Regie: James Watkins
Musik: Marco Beltrami
Darsteller: Daniel Radcliffe, Ciarán Hinds, Janet McTeer, Liz White
Genre: Horror, Thriller, Drama

Trailer: siehe Youtube

Story: Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert: Nach dem Kindsbett-Tod seiner Frau steht Arthur Kipps (Daniel Radcliffe) vor den Trümmern seines Lebens. Um seinen Job in einer Anwaltskanzlei nicht zu verlieren, soll er im Provinzkaff Crythin Gifford den Nachlass der verstorbenen Witwe Alice Drablow regeln. Doch schon kurz nach seiner Ankunft häufen sich merkwürdige Ereignisse: Nicht nur, dass ihn die Dörfler zum sofortigen Verlassen des Dorfes auffordern, auch die Kinder vor Ort scheinen unter dem Einfluss einer unbekannten und tödlichen Macht zu stehen. Immer tiefer gerät Kipps in die dunklen Geheimnisse des Ortes und er beginnt zu ahnen, dass er grauenvollen Ereignissen aus der Vergangenheit auf der Spur ist.

Kritik: Der Film basiert auf der 1983 erschienenen Novelle The Woman in Black der britischen Autorin Susan Hill. Das Werk ist bereits 1989 für das Fernsehen verfilmt worden, außerdem gab es Theater- und Hörspieladaptionen. Regisseur James Watkins sammelte schon mit dem 2008 angelaufenen Horror-Drama Eden Lake, seinem ersten FilmErfahrungen im Horror-Genre. Sein Erstlingswerk galt als positive Überraschung, laut Rotten Tomatoes gaben ihm 83% der Kritiker eine positive Wertung, in Deutschland wurde die Uncut-Version zu Eden Lake indiziert, die gekürzte Version erhielt von der FSK keine Jugendfreigabe. Jane Goldman schrieb das Drehbuch zu Die Frau in Schwarz, die Britin wirkte unter Anderem bei Kick-Ass und Eine offene Rechnung als Ko-Autorin mit. Der Film wurde von den legendären Hammer-Studios produziert, die für Genre-Klassiker wie Dracula mit Christopher Lee und Frankensteins Fluch mit Peter Cushing verantwortlich waren, dann aber insolvent gingen und 2007 vom niederländischen Filmproduzenten  John de Mol wiederbelebt wurden und sofort am genialen Vampir-Drama-Remake Let Me In mitwirkten. Mit Die Frau in Schwarz kehren die Hammer-Studios zu ihren Erfolgswurzeln zurück – dem Gothic-Horror.
Als Hauptdarsteller wurde kein geringerer als Daniel „Harry Potter“ Radcliffe verpflichtet, dem Ciarán Hinds als zweiter hochkarätiger Schauspieler zur Seite steht. Doch kann Radcliffe sein „Potter“-Image so einfach ablegen und in einem so ernsthaften Film überzeugen? Er kann – und wie er kann. Emotional, tiefgründig und spannend kommt der neue Gruselfilm daher, der nicht nur bloße Horrorszenarien aneinanderreiht, sondern eine dramatische und hochspannende Geschichte erzählt. Radcliffe brilliert regelrecht in seiner Rolle als trauernder alleinerziehender Vater, der versucht sowohl seinem Beruf als auch seinem Sohn gerecht zu werden. Dazu trägt wohl auch der Darsteller des kleinen Joseph Kipps bei, Misha Handley ist Radcliffes Patensohn und so ist die Vater-Sohn-Beziehung perfekt gelungen und wirkt nicht gekünstelt. Radcliffe verschmilzt völlig mit der Figur des Arthur Kipps. So groß der Schrecken auch sein mag, den er erlebt, er kann nicht davonlaufen. Irgendwie will er auch an das Gesehene glauben, in der Hoffnung, dass seine verstorbene Frau in einer anderen Welt auf ihn wartet. Ciarán Hinds überzeugt als durch und durch weltlicher Samuel Daily, der nicht an Geister glaubt oder besser gesagt nicht glauben will, und auch von der Vergangenheit gezeichnet ist. Außerdem jagt Liz White dem Zuschauer als Frau in Schwarz ordentliche Schrecken ein. Janet McTeer stellt die Frau von Samuel Daily wahnsinnig gut dar, die immer wieder gedanklich von ihrem verstorbenen Sohn besetzt wird und Botschaften aus dem Jenseits überbringt.
Anstatt auf Blutfontänen setzt Watkins hier auf Atmosphäre – und das gelingt ihm denkbar gut. Das England seines Films ist regnerisch, düster und nebelverhangen, die Gemäuer sind modrig und voller gotischer Accessoires. Die Atmosphäre steigert sich mit Fortlaufen des Filmes ins Unfassbare, man zieht die Knie fast schon automatisch heran und schaut zur Tür und zum Fenster, ob da nicht irgendwo etwas zu erkennen ist. So lässt einem schon das Knarren einer Diele und das Flackern einer Kerze im Film das Blut in den Adern gefrieren. Es gibt Puppen, Spieluhren, endlos lange Korridore, untote Kinder, Spiegel (übrigens genial genutzt) und einen furchteinflößenden Geist. Und dennoch gelingt es fast nie, den nächsten Schockeffekt vorauszusehen oder auch nur zu ahnen.
Der Streifen ist genial gefilmt und beleuchtet. Auch wenn der Film vor Grusel-Klischees nur so strotzt, er ist trotzdem einfach überzeugend. Selbst Hitchcock-mäßige Suspense-Momente lässt Watkins in seinen Film einfließen. Hier wird die alte Horror-Schule zelebriert, mit Kamerafahrten über das triste und neblige Marschland anstatt verwackelten Handkameras, mit knarzenden Dielen und dunklen Korridoren, surrealen Selbstmorden und immer wieder mit einem schwarz gekleideten Geist. Wie Watkins die Spannung aufbaut, das ist so gruselig wie erstklassig. Watkins weiß, wie man seine Zuschauer schockt. Dazu überzeugen die düstere Musik von Marco Beltrami und die tollen Soundeffekte. Das Ende ist so genial wie unkonventionell. Und ein zweiter Teil ist nach dem riesigen Erfolg (Budget: 15 Millionen US-$, Einspielergebnis: 127,7 Millionen US-$) schon in Planung.
Fazit: Meiner Meinung nach ein toller, altmodischer Grusel-Film, der ohne Blutexzesse und abgehackten Gliedmaßen, sondern durch eine wahnsinnig dichte und gruslige Atmosphäre besticht. Ein Film, bei dem einem der kalte Schweiß über den Rücken läuft und man sich immer wieder in seinen eigenen vier Wänden umschauen muss, ob sich in irgendeinem Schatten nicht doch irgendetwas bewegt hat. Watkins gelingt ein toller Film, der aufgrund seines „hohen ästhetischen Wertes“ von der Deutschen Film- und Medienbewertung völlig zurecht das „Prädikat wertvoll“ verliehen bekommen hat.
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Ja, ich lebe noch. 😀

Aber, jetzt muss ich erstmal ins Schreiben wieder reinkommen, sind ja schließlich Ferien. 😀 – Okay, das hätten wir.

Man konnte ja seit August keinen neuen Artikel mehr hier finden, dafür bitte ich reumütig um Entschuldigung, na ja nicht ganz, tut mir aber echt leid. Das warum kenne ich selber nicht, ich hatte wohl etwas wenig Zeit und die, die ich dann doch hatte, hab ich für andere Dinge genutzt. 😀 Aber jetzt werde ich etwas häufiger und regelmäßiger schreiben – hoff‘ ich. Nein, Spaß.

Leider ereignete sich in dieser Zeit der Amoklauf von Newton, der die Diskussion über verschärfte Waffengesetze in den USA anfachte, die meiner Meinung nach schon längst überfällig ist. Da stellt sich die Frage: Sind die Waffenlobbyisten wirklich so dumm? Die Antwort darauf lautet wohl leider: Ja, jedenfalls auf diesem Gebiet. Außerdem verstarb mit Dirk Bach einer der besten deutschen Comedians.

Aber es hat sich ja auch einiges Schönes oder Lustiges ereignet in der Zeit. Zum Beispiel Barack Obamas Wiederwahl – eine sehr gute Wahl. Oder der Sprung von Felix Baumgartner, der die Schallmauer durchbrechen konnte (soviel zu: Red Bull verleiht Flüüüügel). Und, nicht zu vergessen, die wichtigste politische Diskussion seit der Gründung der Bundesrepublik: Darf man auch DAS Gott sagen? – Eine Frage, die die Regierung spaltet. (Meinen die das eigentlich echt ernst?) Außerdem gibt’s Zoff bei Real Madrid – José „The Special One“ Mourinho ist aufs Drahtseil gesprungen, mal sehen, wann er fällt. Gangnam Style wurde das erfolgreichste YouTube-Video aller Zeiten, Mario Balotelli geht mit seinem Jubel in die Geschichte ein und ein Geiselnehmer fordert in Berlin zwei Bier und Kontakt zum rbb (Wieso rbb?).

Und das allerwichtigste – wir haben den Weltuntergang überlebt, die Aliens haben wohl Verspätung (Fahren die mit der Deutschen Bahn? – Die Frage stellt sich auf Grund persönlichen Erfahrungen!). Jetzt müssen wir wieder auf den nächsten Termin warten, der unter anderem für 2076 angekündigt ist – Quatsch, aber einen gibt es, der weiß, wann die Welt untergeht, sein Name lautet Putin, seines Zeichens Ministerpräsident von Russland, er weiß, dass die Welt in etwa viereinhalb Milliarden Jahren untergehen wird, er begründete dies mit dem Lebenszyklus der Sonne.

Auch vor dem letzten Post gab es ja einiges, das das Jahr prägte. Der tragische Untergang der Costa Concordia. Christian Wulff macht sich lächerlich, seine Frau danach auch (Kein Wunder!). Der Abstieg der FDP ging weiter (Gut, war keine Überraschung!). Usain Bolt sprintet bei Olympia wieder allen davon. Spanien wird Fußball-Europameister. Die deutschen Beachvolleyballer holen sich olympisches Gold. Im Nahen Osten wird revolutioniert was das Zeug hält. In Griechenland protestiert die Bevölkerung gegen den Sparkurs. Sarkozy verliert die Wahl in Frankreich (Super!). Auch der Amoklauf bei einer Vorführung von „The Dark Knight Rises“ facht Diskussionen über Waffenbesitz in den USA an. Die Schlussfeier der Olympischen Spiele in London begeistert Millonen von Meschen vor den Fernsehgeräten und in London. Hurrikan Sandy legt die Ostküste der USA lahm. „Ziemlich beste Feunde“ begeistert Kinogänger weltweit und James Bond feiert ein grandioses Comeback. Christopher Nolan schließt seine grandiose „Batman“-Trilogie mit dem genialen „The Dark Knight Rises“ ab. Der Stummfilm „The Artist“ räumt bei der Oscar-Verleihung fünf Preise ab, ist fünf weitere Male nominiert. Und der plüschige Teddy „Ted“ überzeugt mit coolen Sprüchen und expliziten Gesten. Die Bayern verlieren zu Hause das Champions League-Finale gegen Chelsea. Sebastian Vettel gewinnt erneut den Weltmeistertitel bei der Formel 1. Borussia Dortmund wird deutscher Meister (Wieso schon wieder?) und Hertha BSC verabschiedet sich wieder in die Zweitklassigkeit. Die Toten Hosen bringen ein tolles Album raus. Green Day gehen gleich in die vollen, veröffentlichen eine Albumtrilogie und Sänger Billie Joe Armstrong begibt sich nach einem Ausraster auf Entzug. Kraftklub gehören zu den Newcomern des Jahres. „Ai Se Eu Te Pego“ von Michel Teló bringt uns im Winter zum Tanzen und Adele singt „Skyfall“ für den neuen James Bond ein. Außerdem verstirbt mit Whitney Houston ein Stück Musikgeschichte. In Shanghai platzt die Scheibe eines Aquariums, in dem auch Haie herumschwimmen, Bild findet dazu eine nette Überschrift: „Hai Alarm im Einkaufszentrum“ (man sollte erwähnen, dass die Haie kaum größer als einen halben Meter waren, gut, aber bei der Bild waren das dann eben Weiße Haie, egal). Und drei Häftlinge brechen aus einer JVA aus, um einem Pornostar in einer Disco zu begegnen, sie kamen sogar zurück und jetzt wartet das Amtsgericht Ludwigsburg auf die drei Hormongesteuerten.

Persönlich Neues von mir gab’s nicht viel, bis darauf, dass ich die neunte Klasse überstanden hab und jetzt eifriger (Ironie) Zehntklässler bin. Und ich bin ein Jahr älter geworden – stolze 16. Wir haben neue Lehrer bekommen und gefühlt hede Woche einen neuen Stundenplan, in dem ein neuer Lehrer von unserer alten Lehrerin mitten im Schuljahr ersetzt wurde. Das Vertretungsplan-Lesen ist weiterhin ein toller Spaß für alle Schüler meiner Schule. Ach ja, Familienzuwachs gab’s auch noch – in Form von zwei Katzen und ich hab mit Stephen King einen Lieblingsautor gefunden. Und ich arbeite an einer Facharbeit in Deutsch mit dem Thema „Spannungsaufbau im Film“ – „lustige“ Sache.

So, das reicht für heute erstmal, in absehbarer Zeit kommt hier was neues dazu – schätze ich. Nein, ich nehm‘ mir das sogar noch für 2012 vor, mal sehen. 😀

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Veröffentlicht: 26. August 2012 in Aktualisierungen, Alltag, Film

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„Zeit zu sterben, Cenk“

Veröffentlicht: 6. Mai 2012 in Aktualisierungen, Film

Cenk Batus letzter Fall führt den Undercover-Ermittler an die Börse. Er ist Teil einer konzertierten Aktion der Regierung, um den neuen Bundeskanzler Grasshof, in der mehrere verdeckte Ermittler mit dem Ziel in Banken eingeschleust wurden, illegale Finanzgeschäfte aufzudecken und konkrete Beweise gegen das undurchschaubare System zu beschaffen. In der Bank gerät Andreas Dobler, ein junger und besonders skrupelloser Trader, ins Visier der Ermittlungen. Doch nachdem Cenk ein geheimes Treffen zwischen Dobler und der mysteriösen Valerie, einer 20 Jahre verschwundenen Auftragskillerin, observiert und dabei entdeckt wird, gerät alles außer Kontrolle.

Valerie soll im Auftrag Doblers den Bundeskanzler töten, die Kurse werden deshalb fallen. Wer das vorher weiß, macht die Milliarden. Doch Valerie ist zu krank für diesen Auftrag, sie entführt Batus Freundin Gloria und zwingt ihn, den Bundeskanzler vor laufenden Kameras zu töten. Macht er es nicht, stirbt seine Freundin.

Am Ende tötet Valerie ihren Sohn, der, nicht uninteressiert an Gloria, diese ein klein wenig unterstützt. Valerie wird vor einem Fernseher sterben, als sie verfolgen will, wie Batu den Kanzler tötet. Und selbst Batu, der sogar für die Rettung seiner Freundin auf seinen Freund und Vorgesetzten Uwe Krohnau schießt, wird diesen letzten Fall nicht überleben, er wird beim Showdown in der Handelskammer von SEK’lern angeschossen und stirbt wenig später im Krankenhaus, nicht ohne seiner Freundin noch zu sagen, dass er den Bundeskanzler für sie getötet hätte.

Am Anfang sind fast alle allein. Am Ende sind fast alle tot. Und die nicht tot sind, sind wieder allein. 

Eine Story, die für einen Tatort doch so absurd und irre klingt. Dennoch überzeugt „Tatort: Die Balladde von Cenk und Valerie“ auf der ganzen Linie und hat Potenzial, bald als eine der besten Tatort-Folgen zu gelten. Mehmet Kurtulus macht einfach alles richtig, der zu allem entschlossene Batu wird von ihm perfekt dargestellt. Corinna Harfouch spielt Valerie, die eiskalte, autistisch veranlagte Killerin, einfach nur grandios. Der Film an sich ist richtig gut gemacht und ein heißer Anwärter auf einen der großen Fernsehpreise. Auch wenn Hollywood schon ähnliche Filme machte – an diese, ca. 1,5 Millionen Euro teure TV-Produktion, kommt keiner heran. Dieser Film hat eigentlich größeres, als eine TV-Ausstrahlung verdient, er gehört auf die Leinwand.  Die Bezeichnung TV-Krimi ist schon fast eine Beleidigung, denn dieser Streifen spielt in einer ganz anderen Liga, er ist ein Actionthriller im großen Stil. Für Menschen, die nur sinnlose Action wollen ist „Die Ballade von Cenk und Valerie“ aber trotzdem nichts, das Gehirn darf man nicht ausschalten.

Ein irrer Abgang für einen coolen Typen!

Mehmet Kurtulus räumt das Feld für Til Schweiger. Er liebe, nach eigener Aussage, das Risiko genau wie Cenk Batu, deshalb kehrt der Wahlberliner Deutschland den Rücken zu, um in den USA an seiner internationalen Karriere zu arbeiten. Aber auch der Erfolg des Hamburger Tatorts blieb aus, was aber laut NDR und Kurtulus nicht der ausschlaggebende Punkt für Kurtulus‘ Abgang gewesen sein soll. Warum der Kommissar mit Migrationshintergrund nicht wirklich erfolgreich war, steht in den Sternen. Möglicherweise ist das deutsche Fernsehpublikum noch nicht so weit, einen türkischstämmigen Kommissaren zu akzeptieren, was sehr traurig wäre. Meiner Meinung nach revolutionierte Batu den Tatort und seine Fälle waren mehr Thriller als Krimis, der Hamburger Tatort war anders als die anderen. Vielleicht hat das dem älteren Tatort-Publikum nicht geschmeckt. Schade, denn Batu hat Spaß gemacht! Die frische, spritzige, actionreiche Machart war etwas besonderes am deutschen Krimi-Himmel und überzeugte mich auf ganzer Linie. Leider sahen das einige Leute wohl anders.

Danke für sechs besondere Tatort-Folgen, Mehmet!

Verfilmung einer Kurzgeschichte

Veröffentlicht: 29. April 2012 in Film

Hier findet Ihr Infos zu unserem Deutschprojekt: die Verfilmung der Kurzgeschichte „Spaghetti für zwei“ von Federica de Cesco. Aus einem Witz heraus entstand die „Produktionsfirma“ Tornado Pictures Germany.

Tja, ihr könnt unsere Seite einfach mal besuchen und euch ein Bild davon machen. 😉