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Sum 41 sind ein Garant für starke Alben, das sie auf ihrer aktuellsten Platte erneut unter Beweis stellen. „Screaming Bloody Murder“ ist besser als nur stark – man kann sogar so weit gehen und sagen, dass Sum 41 hier ihr bis jetzt bestes Album veröffentlicht haben.
Nachdem die Kritiken, vor allem aber Fan-Kritiken, für „Underclass Hero“ ja etwas enttäuscht waren (ich war das übrigens nicht), da die Jungs „etwas zu sehr in Pop-Punk-Gefilde abdrifteten“, sollten hiermit wieder alle Gemüter beruhigt werden.

Zur Einzelkritik der Lieder:

1. Reason To Believe:
Ein starker Opener, der mit starken Drums und düsterem Gitarrenspiel eingeleitet wird. Der Gesang ist fast hymnenartig. Dazu die Drums – Wahnsinn. Das Ende ist dann sehr ruhig und erinnert fast schon an eine Ballade, das beim ersten Hören sehr ungewohnt sein kann. Insgesamt ein schöner Titel.
4,5/5

2. Screaming Bloody Murder:
Die Nummer fängt ruhig an, bevor man ein tolles Gitarrensolo zu hören bekommt, das den härteren Teil des Liedes einleitet. Teilweise kreischen die Gitarren, dann kommen sie wieder düsterer daher. Überhaupt ist der Titel-Track ein starker Gitarren-Song. Am Ende wird der Hörer wieder ruhig hinausbegleitet.
5/5

3. Scumf*k:
Ein toller, ruhiger Beginn, bevor die Gitarren richtig aufkeimen und explosiv lauter werden. Im härteren Teil erinnert mich der Gesang etwas an My Chemical Romance. „Scumf*k“ macht richtig Laune. Der Schluss ist, wie schon bekannt, wieder sehr ruhig.
5/5

4. Time For You To Go:
Es wurde ja schon geschrieben, dass der Titel anfangs sehr an Green Day erinnert. Das unterschreibe ich auf jeden Fall, wobei das Piano im Refrain auch etwas von Elton John hat. Ich liebe diesen sehr melodischen Song und das „It’s time for you to go“ singt man beim zweiten Refrain sofort mit. „Time For You To Go“ klingt wie frisch aus der Garage, ist ein toller Sommer-Rock-Song und einer meiner Lieblings-Titel auf SBM. Ab ins Auto, Fenster auf, Sonnenbrille auf, Radio aufdrehen und singen!
5/5

5. Jessica Kill:
Hier wird gleich volles Tempo gegangen, mit harten und schnellen Gitarren, treiben Drums und einigen Screams, die einfach nur saugeil sind! Der Refrain ist einfach der Hammer und auch sonst einer meiner Lieblinge auf dem Album. Hier hat man eine Nummer, die aus der Metal-Richtung kommt und einen wunderbar frechen, okay harten, Text hat.
5/5

6. What Am I To Say:
Eine sehr schöne Ballade, die mit Akustikgitarre beginnt und dann vom Punk-Orchester (der Band) gefühlvoll begleitet wird. Der Gesang, die fast schon gestreichelten Instrumente und der Charakter des Liedes überhaupt … Gänsehaut und ein weiter Titel, der sich in mein Herz geschlichen hat.
5/5

Kommen wir jetzt zum genialen dreiteiligen Titel „A Dark Road Out of Hell“. Mit elfeinhalb Minuten hat der schon riesige Ausmaße und ist daher in drei Einzelparts, die alle zusammenhängen, unterteilt.

7. Holy Image Of Lies:
Der Beginn erinnert mich wieder an MCR-Lieder, aber eben mit dem typischen Sum 41-Feeling. Dann wird das Lied nach etwas mehr als einer Minute plötzlich ruhig, nur um dann wieder mit tollen Gitarren richtig zu rocken. Die Gitarren nach dem ruhigen Part sind so ziemlich das Beste, was man in der modernen Rockmusik zu hören bekommen kann.
5/5

8. Sick of Everyone:
Da hat man nach dem fließenden Übergang wieder sehr starke Metal-Einflüsse und stellt sich auf eine harte Nummer ein, dann wird es fast schon witzig, aber auf jeden Fall langsamer und leiser. Aber nur, bis Deryck „ausrastet“ und die Nummer laut und wütend daherkommt. Punkrock wie er sein soll!
5/5

9. Happiness Machine:
Wieder ein fließender Übergang mit aggressivem Anfang, dann scheint fast Resignation um sich zu greifen. Die Übergänge im Lied kommen sehr cool daher, zwischen harten Strophen und ruhigem Refrain gibt es einige kleine und sehr geile stilistisch verschiedene Parts und das Ende ist einfach nur toll.
5/5

Am Ende von „A Dark Road Out of Hell“ bleibt man sprachlos vor dem Radio sitzen und staunt über die musikalische Ausgereiftheit hinter diesem kleinen Gesamtwerk im eigentlichen Gesamtwerk. Geniale Sache!

10. Crash:
Die nächste Ballade. Eine Nummer, die sehr ruhig ist und einen extrem traurigen Text aus der Sicht eines im Sterben Liegenden hat, der sich mit dem emotionalen Gesang zu 100% deckt. Von der ersten bis zur letzten Sekunde ein genialer Gänsehaut-Song. Ganz große Nummer und für mich ein absoluter Über-Titel. Wirklich einer meiner Sum 41-Lieblingstitel, auch wenn ich sonst eher auf die schnellen, rockigen Nummern stehe (okay, „Pieces“ und „With You“ haben mich auch sofort gehabt)! Wenn man sich so richtig scheiße fühlt, diesen Titel mit „What Am I To Say“, „Pieces“ und „With You“ in einer Playlist anstellen und gut ist! Selten eine bessere Rock-Ballade gehört!
6/5 (ich kann nicht anders als hier noch einen Zusatzpunkt draufzupacken)

11. Blood In My Eyes:
Rocken wir nach etwas Traurigkeit wieder, auch wenn uns der Anfang etwas anderes vermuten lässt. Die Gitarren sind wieder ganz stark und etwas düster. Die Sums scheinen es auf SBM zu lieben, an ruhige Anfänge einen echten Kracher zu hängen oder überhaupt viele Tempo- und Lautstärkewechsel einzubeziehen.
5/5

12. Baby You Don’t Wanna Know:
Klingt wieder etwas nach Green Day und macht einfach Laune. Der zweite rotzige Garage-Rock-Titel nach „Time For You To Go“. Wieder hat man den perfekten Sommer-Rock-Song für alle Fahrzeuge von Fahrrad bis LKW. Große Klasse und einfach cool!
5/5

13. Back Where I Belong:
Eine geile hymnenartige Punk-Nummer, die Durchhalte-Parolen birgt und ein klasse Titel für das so langsam, ähm leider schnell, endende Album ist. Mit harten Gitarren und einer ganz kurzen Verschnaufpause in der Mitte des Titels passt er perfekt zum Album. Und das Ende kann man ruhig als genial bezeichnen.
5/5

14. Exit Song:
Das Ende eines starken Albums! Nochmal sehr ruhig und ein gelungener Abschluss! Eben ein Outro, nichts besonders geniales, aber trotzdem irgendwie passend und schön.
4/5

Fazit: Mit „Screaming Bloody Murder“ gehen Sum 41 wieder etwas härtere Wege als auf dem Vorgänger und bewegen sich stilistisch irgendwo zwischen Punk, Metal, Garage-Rock und Pop-Punk oder auch zwischen Green Day, My Chemical Romace, Metallica und Billy Talent.
Abschließend kann man nur sagen, dass am Ende ein Album mit einigen stilistischen Kniffen steht, das einfach geil und für mich das beste Album der Kanadier ist.

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„Fools and Worthless Liars“ der Band Deaf Havana zeichnet sich durch einen schön unspektakulären, bodenständigen Sound aus – man kann dazu schon fast Working-Class-Rock sagen. Zwischen melancholischen Balladen und krachenden Rocksongs ist auf der Platte alles vertreten.

Das Album beginnt mit dem akustischen Opener „The Past Six Years“, der sofort Lust auf mehr macht und eines meiner Lieblingsstücke auf der Platte ist. Das folgende „Youth In Retrospect“ ist ein melancholischer Rückblick auf alte Zeiten, der ordentlich rockt und ins Ohr geht. „I Will Try“ besticht durch einen brillanten Refrain und mit „Little White Lies“ schwenkt man in Pop-Punk-Gefilde ab, was einfach nur grandios ist. Der folgende Titel „Anemophobia“ behandelt das Thema Angst und wurde von Frontmann James Veck-Gilodi während einer für ihn psychisch schweren Zeit geschrieben, die Verzweiflung kann man in seiner Stimme regelrecht hören. „I’m A Bore, Mostly…“ handelt von täglicher Routine, das Lied setzt sich gleich im Kopf fest und ist einfach nur schön, genau wie das nächste Highlight „Hunstanton Pier“ ist ein schöner Titel für Veck-Gilodis und Lee Wilsons Schulort Hunstanton, der auch im Zuhörer eine gewisse Sehnsucht erzeugt. Mit „Filthy Rotten Scoundrel“ folgt ein Punk-Song erster Klasse, in dem der Frontmann von seinen Gefühlen erzählt. Das tolle „Things Change, Friends Leave and Life Doesn’t Stop for Anybody“ ist Ex-Bandmitglied Mellor gewidmet, der mit Veck-Gilodi schon lage befreundet ist und von eben jenem sehr vermisst wird. „Leeches“ erzählt, und das überrascht vom pop-punkigem Sound her schon etwas, von jemandem, der James Veck-Gilodi vor einiger Zeut sehr glücklich gemacht hat, dem aber schreckliches passiert ist. „The World Or Nothing“ kritisiert, wie wir unsere eigenen Körper mittels Alkohol selbst zerstören, da wir hoffen, unsere Sorgen einfach wegtrinken zu können. „Nelson’s County“ ist eine rockige Hymne über Norfolk und seine Menschen. Mit dem ruhigen und melancholoschen „Fifty Four“ endet diese kurzweilige CD.

Deaf Havana schaffen es mit dieser Platte, dem Hörer eine abwechslungsreiche und einfach nur schöne Zeit zu verschaffen. Man kann sich das Album nicht überhören, es ist einfach nur perfekt. Eine absolute Empfehlung an alle, die neben dem Radiogedudel auch anspruchsvollen und starken Rock mögen, der mit Einflüssen aus Pop-Punk, Balladen, Power-Pop, Post-Hardcore und Alternative Rock locker flockig daherkommt und die Jungs einfach nur sympathisch und bodenständig musizieren lässt.

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Dass Großbritannien eine sehr interessante und attraktive Alternative-Rock-Szene hat, ist nicht erst seit gestern bekannt. Deaf Havana gehört in eben jene Szene und beweisen mit „Fools and Worthless Liars“, dass sie mehr als nur eine Eintagsfliege sind. Nach dem großartigen Debüt „Meet Me Halfway, At Least“ folgte also Ende 2011 in England die nächste Platte, die Anfang 2012 dann auch in Deutschland erschien. Ohne Ryan Mellor fallen jedoch die Scream-Parts, die auf dem Debüt noch vorhanden waren, weg. Sowieso sind Deaf Havana eine sehr sympathische und talentierte Band. Mit ihrer Rockmusik erspielten sie sich die Herzen der Menschen im Sturm und gehören mittlerweile zu den besten englischen Rockbands des 21. Jahrhunderts.
Im Juli 2013 spielen sie in Berlin auf dem Flughafen eines ihrer Lieder und man sieht, was für einen Spaß die Jungs haben. Darüberhinaus sind sie St. Pauli-Sympathisanten, was sie gleich noch sympathischer macht.
Aber mal ohne Witz, die Jungs haben riesen Potential und könnten es schaffen, mit ihrer Musik auch international den absoluten Durchbruch zu feiern!

The Intersphere sind leider kein wirklich großer Name im deutschen Musikbusiness, haben sich jedoch schon eine ordentliche Fangemeinde erspielt und rockten schon am Ring und im Park. Dennoch kam der große Durchbruch bis jetzt noch nicht, aber was nicht ist, kann ja immer noch werden.
Der Stil der Band wird von ihnen selbst als Rock, Alternative und Progressive bezeichnet, eine interessante Ausgangslage für das mittlerweile dritte Album der Mannheimer, auf das ich nur durch einen glücklichen Zufall gekommen bin, gedankt sei’s der Ordnung des Plattenladens meines Vertrauens und des interessanten Covers. Ich hab einfach mal zugegriffen und als das Album dann bei mir Zuhause in der Anlage landete, war ich wirklich begeistert. Ein solches Album hätte ich nie erwartet!
Im Folgenden werde ich die Titeln einzeln bewerten bewerten.

1. masquerade:
Wunderschöner, gitarrenlastiger Einstieg und dann hört man zum ersten Mal die starke Stimmer des Christoph Hessler und die Gitarren werden etwas zurückgeschraubt. Insgesamt ein melodischer Rock-Song mit eingängigem Refrain und Hit-Potenzial.
4,5/5

2. we are:
Einer meiner Lieblingstitel auf dem Album, der etwas härter als sein Vorgänger ist und ein toller Gitarren-Rocker ist, den man wunderbar mitsingen kann. Man hat hier schon Pop-Punk- und Post-Hardcore-Einflüsse, hinzu kommt ein starker Text.
5/5

3. sleeping god:
Dieses Gitarrenspiel in den Parts ohne Gesang, das sehr nach Metal klingt, ist einfach phänomenal. Überhaupt rockt auch sleeping god wieder ordentlich, der Refrain kommt mit einer melancholischen Kraft daher, die atemberaubend ist. Die Lyrics sind auch richtig gut und am Ende hat man noch einen geilen Scream dabei. Ein weiteres Highlight!
5/5

4. hold on, liberty!:
Cooler Titel, der klingt, als wäre er gerade frisch aus der Garage gekommen. hold on, liberty! ist ein Titel, der sich zwischen Garage-Rock und Pop bewegt und einfach locker klingt.
5/5

5. OPalinE:
Da haben wir es doch, das erste Midtempo-Stück mit emotionalem Refrain. Der Funken springt auch sofort über und man hat einen echten Ohrwurm, den man immer wieder gerne hört. Besonders schön auch wieder der Einsatz der Gitarren.
5/5

6. capitall:
Progressive Rock gepaart mit Punk-Attitüde und Pop-Einflüssen. Insgesamt ein schöner Song auf dem Album, ein ordentlicher Rocker, der im Vergleich zu den Vorgängern aber etwas abfällt.
4/5

7. open end:
Ruhiger Song, der für mich nach dem Indie-Rock der Südafrikaner The Parlotones klingt, am Ende aber nochmal ordentlich aufträgt und härter wird, wobei immer noch der melancholische Faktor im Vordergrund steht.
4,5/5

8. parallel lines:
Einer meiner Lieblinge auf dem Album. Das ist ein gefundenes Fressen für alle Progressive-Fans. Sehr anspruchsvoll und stark vorgetragen! Dazu noch die fast schon biblische Länge von siebeneinhalb Minuten. Das Ende ist eine musikalische Offenbarung, die sich über drei Minuten erstreckt. Das kann man auch sehr mutig nennen, da das Ende im Kontrast zum sonst so rockigen Song viel ruhiger ist. Am Ende steht fast eine Rockoper und das Gefühl, dass hier etwas ganz besonderes entstanden ist!
5/5

9. over:
Ein ruhiger Beginn mündet langsam aber sicher in einen melancholischen Rocker mit sehr gefühlvollem Gesang und gutem Text. Der ganze Titel erinnert mich etwas an Stanfour, sowohl vom Gesang als auch von der Musik her. over hat sich sofort in mein Herz gespielt.
5/5

10. aurora:
Mal wieder wunderschöner In-die-Fresse-Rock (die Bridge mal rausgenommen), schön straight gespielt und trotzdem hat man wieder das leicht melancholische Gefühl beim Hören des Titels. Auch hier driftet man etwas in die Pop-Punk-Richtung ab und das ist verdammt cool.
5/5

11. destination:
Und das ist schon das letzte Lied auf dem Album und trotzdem ist schon eine dreiviertel Stunde vorbeigegangen. Man hat hier einen sehr ruhigen Anfang und hymnenartigen, aber leisen, Gesang. Dann setzten die Instrumente ab der Hälfte etwas lauter ein, aber der Gesang bleibt wie er schon am Anfang war. Der Text ist wieder sehr gut und einen emotionaleren, melancholischeren Abschied kann man nicht bekommen, auch wenn ich mir irgendwie nochmal einen Kick am Ende gewünscht hätte.
4/5

Meinung:
Mit Hold on,Liberty! präsentieren The Intersphere ein (fast) perfektes Rock-Album mit durchgängig sehr guten Titeln und dem gewissen Etwas, das mittlerweile so vielen Musikern nichts mehr zu bedeuten scheint. Außerdem haben die Jungs starke Texte, die nicht einfach so „hingerotzt“ sind. Als einzige Konsequenz MUSS man hier fünf von fünf Punkten vergeben und man kann sich noch auf einiges der Band freuen.

Vom Stil her bewegt sich Hold on,Liberty! zwischen Progressive Rock, Punk, Pop-Punk, Indie-Rock und Emo.

Für Fans von gepflegter, moderner Rockmusik, wie sie zur Zeit so von keiner anderen Band gespielt wird ist Hold on,Liberty! genau das Richtige. Rockmusik wie sie sein sollte!

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Für ein Spiegel-Spezial vom Februar 1994 interviewte Campino, der Sänger der Punk-Band Die Toten Hosen, die damalige Jugendministerin Angela Merkel. Schon die  Vorstellung, dass unsere heutige Kanzlerin damals als Jugendministerin fungierte, ist so absurd und verstörend, dass man darüber gar nichts weiter sagen kann, das ist einfach unvorstellbar.

Aber egal, es war nun mal so und irgendwie haben die Jugendlichen das auch überstanden (oh Wunder!). Aber das Interview an sich ist schon sehr interessant, Campino stellt kluge Fragen und schafft es sogar, Merkel als etwas dämlich darzustellen. Aber seht selbst!
Ganz ehrlich, ich finde das schon fast bezeichnend für die Politik, die unsere Regierung so verzapft. Schon 1994 erkennt man, dass Merkel a) unsympathisch ist und b) Antworten gibt, die man sonstwie interpretieren kann. Und das Ende ist ja mal die dümmste Antwort aller Zeiten! 😀

Grad mal wieder gehört …

Veröffentlicht: 18. April 2013 in Aktualisierungen, Alltag, Musik
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… und sofort wieder in die Nummer verliebt. Aber die Jungs machen auch sonst klasse Musik. 😀

Leider bei uns immer noch eher ein Geheimtipp, die Südafrikaner The Parlotones, die aber echt tollen Indie-Rock spielen, kann man sich ruhig öfter anhören.

Die Nachricht traf viele Fans gepflegter Rockmusik völlig überraschend: die US-Band My Chemical Romance hat bereits am letzten Freitag auf ihrem offiziellen Blog ihre Trennung bekannt gegeben. Genauere Gründe wurden nicht genannt, die Band bedankt sich bei den Fans für die Unterstützung, die sie erfahren haben. Weiter wird geschrieben: „In den letzten zwölf Jahren in dieser Band gewesen zu sein, war ein großer Segen. Wir waren an Orten, von denen wir niemals geglaubt hätten, sie sehen zu können. Wir haben die Bühne mit Leuten geteilt, die wir verehren, zu denen wir aufblicken und, das Allerbeste, die unsere Freunde sind. Wie bei allen schönen Dingen, die einmal zu Ende gehen, ist es nun jedoch Zeit, aufzuhören.“ Heute postete Gerard Way, der Sänger der Rocker aus Newark/New Jersey, einen Essay über seine Empfindungen zur Auflösung der Band. Noch letztes Jahr hatte er davon geschwärmt, wie großartig es um die Band stehe: „Wir machen das schon zehn Jahre und wir lieben es in dieser Band zu sein. Es ist etwas, das man nie verlassen und dem man auch nie entfliehen kann und das ist eine tolle Sache.“, sogar ein fünftes Studioalbum war geplant, unter dessen Arbeitstitel „MCR5“ schon sechs Titel produziert worden sein sollten. Auch die jüngsten Veröffentlichungen „Conventional Weapons“, die 2009 produziert wurden, ließen ein Ende der Band nicht möglich erscheinen.

Die Band, die Gerard Way und der Ex-Drummer Matt Pelissier kurz nach dem 11. September 2001 gegründet hatten, veröffentlichte vier Studioalben, zwei Live-Alben und mehrere erfolgreiche Singles. Neben vielen Fans zeigten sich auch Größen aus dem Musikgeschäft entsetzt, so zum Beispiel 30 Seconds to Mars-Frontmann Jared Leto und Good Charlotte-Sänger Joel Madden.

Auch ich bin bekennender Fan von My Chemical Romance und war echt geschockt, als ich die Nachricht erfahren hab, als ich, ironischerweise, gerade das grandiose Lied „Dead!“ vom Album „The Black Parade“ gehört habe. Wieder eine Band, die etwas anders war als die anderen, weniger, wieder mehr Platz für sowas wie Justin Bieber, Justin Timberlake oder Madonna – das tut weh. Die Jungs bereicherten den Soundtrack meines Lebens um viele Lieder und wenn ich meine Lieblingsbands nennen müsste, My Chemical Romance wären ganz sicher darunter. Vergleichbare Musiker hat es eigentlich nie gegeben, auf jedem Album hat sich die Band weiterentwickelt, vom anfänglichen Post-Hardcore hin zum Punkrock, den sie auf „Danger Days“ zelebrierten.

Eine Band, die schon mit Bon Jovi, Green Day und zusammen mit der Queen-Legende Brian May spielte, verlässt die Bühne und hinterlässt eine große Lücke in der Musikwelt. Ganz aus den Augen verlieren werden wir aber zumindest einige der Bandmitglieder wohl nicht verlieren, sowohl Gerard Way als auch Frank Iero haben Nebenprojekte, und auch die anderen Mitglieder werden sicher irgendwo unterkommen.

Beispiele für die Bandbreite der Band:

Cemetery Drive (Punk Rock)

Kiss The Ring (Garage Rock)

Welcome To The Black Parade (Rockoper)

The Light Behind Your Eyes (Ballade)

DESTROYA (Hardcore-Punk)

Ambulance (Classic Rock)

Na Na Na (Pop-Punk)

This Is How I Disappear (Post-Hardcore)

Mit diesen und den anderen wirklich ausnahmslos starken Songs aus den letzten Jahren schafften sie es, die Welt der Rockmusik entscheidend zu beeinflussen.

Für ihren weiteren Weg kann man den Jungs nur alles erdenklich Gute wünschen. Eine der besten Bands sagt ‚Bye, bye!‘, das muss man akzeptieren und ich respektiere das auch. Danke für tolle Jahre mit toller Musik und einen großen Einfluss auf mein musikalisches Leben! Danke für die Zeit mit einer der besten Bands der Welt! Ich werde sie vermissen und nie vergessen!

MCR is dead, long live MCR!

Green Day – ¡Uno!

Veröffentlicht: 27. Januar 2013 in Aktualisierungen, Musik

Mit ihrem Durchbruchalbum „Dookie“ schafften Green Day fast Unglaubliches, sie belebten den totgeglaubten Punkrock neu und hängten mal schnell ein „Pop-“ vorne dran. Mit ihrem Gute-Laune-Punk eroberten sie schnell die Herzen von Millionen. 2004 dann der Schritt in Richtung politischer Aktivität, mit „American Idiot“ legten die Kalifornier ein Konzeptalbum vor, das genau den „Post-9/11“-Zeitgeist traf und harsche Kritik an der Politik des damaligen, frisch wiedergewählten Präsidenten George W. Bush übte. Ähnlich dann das 2009er-Album „21st Century Breakdown“, in dem ganz besonders die organisierten Religionen kritisiert werden. Nach den beiden grandiosen, erfolgreichen und vielfach ausgezeichneten Rockopern („American Idiot“ schaffte es sogar bis an den Broadway) war es Zeit wieder etwas lockereres und leichter verdauliches zu veröffentlichen, also kehren Green Day mit „¡Uno!“ zurück zu ihren Pop-Punk-Wurzeln. Doch gelingt dieser Schritt „Back to the Roots“ oder ist „¡Uno!“ ein Reinfall sondergleichen?

Die Medienkritiken fielen ja eher gemischt aus, laut.de vergab nur zwei von fünf Sternen, während der Rolling Stone vier von fünf Sternen vergab. Ich sag es gleich im Voraus, das Album rockt, egal, ob es etwas kommerzieller geraten ist, oder nicht. Die Albumnachfolger „¡Dos!“ und „¡Tré!“, beide auch schon erschienen, sind grandios, soviel ist sicher, ob „¡Uno!“ das auch ist, kläre ich jetzt.

„Nuclear Family“, das erste Lied, rockt ungemein, hat einen tollen Gitarrenklang und überzeugt durch seinen schmutzigen, aber eingängigen Sound. Es folgt mit „Stay The Night“ ein weiterer schöner Pop-Punk-Song, dem mir „Carpe Diem“ einer der Top-Green-Day-Tacks der letzten Jahre. Nach den ersten Lieder ist man erstmal geflasht von der Lockerheit der Jungs und ein breites Lächeln wandert auf seinem Gesicht Richtung Ohren, das bei „Let Yourself Go“ noch breiter wird, dieser Titel zeigt, wodurch Green Day erfolgreich wurden und würde auch perfekt auf „Nimrod“ passen. Danach folgt die zweite Singleauskopplung „Kill The DJ“, die einen schönen funkigen Sound und geile Lyrics hat, die aber für die Radio-Version natürlich zensiert wurden, wieso auch immer. „Fell For You“ hat einen witzigen Text und macht einfach Spaß, da ist das Thema egal, das in so vielen Pop-Songs breitgelatscht wurde. Der nächste Track „Loss Of Control“ ist genial-rotzig, cool Riffs fügen sich toll ins Gesamtbild der Rocknummer ein. Mit „Troublemaker“ zeigen sie Power-Pop erster Klasse und bescheren uns einen echten Ohrwurm. Folgt nun „Angel Blue“, das ebenso wie „Let Yourself Go“ auch auf „Nimrod“ passen würde und, kurz und gut, perfekt ist. Nach schnelleren Titeln haben wir jetzt mit dem wunderschönen „Sweet 16“ Zeit zum Durchschnaufen und – Vorsicht! – träumen, denn irgendwie animiert es dazu. „Rusty James“ hat einen tollen Refrain und hat wieder den Ohrwurm-Charakter. Das letzte – was schon? what the f***? – Lied „oh Love“, zugleich die erste Singleauskopplung, ist ein typischer Power-Pop-Song, der wirklich geil ist und trotz 5:09 Minuten Länge nicht langweilig wird.

„¡Uno!“ ist grandios, soviel dazu. Es steht in einer Reihe mit den Alben bis zu „Warning“, cooler und rotzig-lockerer Pop-Punk mit Ohrwurm-Faktor. Man kann den Jungs zu ihrer Albumtrilogie, die ja mit dem Dokumentar-Film „¡Quatro!“ einen filmischen Abschluss findet, nur gratulieren. Ihre drei Alben zeigen Green Days Stärke, auch locker-leichte und trotzdem punkige Musik zu machen.

Das Album verdient, wie die beiden Nachfolger auch, eine 1!

Ja, ich lebe noch. 😀

Aber, jetzt muss ich erstmal ins Schreiben wieder reinkommen, sind ja schließlich Ferien. 😀 – Okay, das hätten wir.

Man konnte ja seit August keinen neuen Artikel mehr hier finden, dafür bitte ich reumütig um Entschuldigung, na ja nicht ganz, tut mir aber echt leid. Das warum kenne ich selber nicht, ich hatte wohl etwas wenig Zeit und die, die ich dann doch hatte, hab ich für andere Dinge genutzt. 😀 Aber jetzt werde ich etwas häufiger und regelmäßiger schreiben – hoff‘ ich. Nein, Spaß.

Leider ereignete sich in dieser Zeit der Amoklauf von Newton, der die Diskussion über verschärfte Waffengesetze in den USA anfachte, die meiner Meinung nach schon längst überfällig ist. Da stellt sich die Frage: Sind die Waffenlobbyisten wirklich so dumm? Die Antwort darauf lautet wohl leider: Ja, jedenfalls auf diesem Gebiet. Außerdem verstarb mit Dirk Bach einer der besten deutschen Comedians.

Aber es hat sich ja auch einiges Schönes oder Lustiges ereignet in der Zeit. Zum Beispiel Barack Obamas Wiederwahl – eine sehr gute Wahl. Oder der Sprung von Felix Baumgartner, der die Schallmauer durchbrechen konnte (soviel zu: Red Bull verleiht Flüüüügel). Und, nicht zu vergessen, die wichtigste politische Diskussion seit der Gründung der Bundesrepublik: Darf man auch DAS Gott sagen? – Eine Frage, die die Regierung spaltet. (Meinen die das eigentlich echt ernst?) Außerdem gibt’s Zoff bei Real Madrid – José „The Special One“ Mourinho ist aufs Drahtseil gesprungen, mal sehen, wann er fällt. Gangnam Style wurde das erfolgreichste YouTube-Video aller Zeiten, Mario Balotelli geht mit seinem Jubel in die Geschichte ein und ein Geiselnehmer fordert in Berlin zwei Bier und Kontakt zum rbb (Wieso rbb?).

Und das allerwichtigste – wir haben den Weltuntergang überlebt, die Aliens haben wohl Verspätung (Fahren die mit der Deutschen Bahn? – Die Frage stellt sich auf Grund persönlichen Erfahrungen!). Jetzt müssen wir wieder auf den nächsten Termin warten, der unter anderem für 2076 angekündigt ist – Quatsch, aber einen gibt es, der weiß, wann die Welt untergeht, sein Name lautet Putin, seines Zeichens Ministerpräsident von Russland, er weiß, dass die Welt in etwa viereinhalb Milliarden Jahren untergehen wird, er begründete dies mit dem Lebenszyklus der Sonne.

Auch vor dem letzten Post gab es ja einiges, das das Jahr prägte. Der tragische Untergang der Costa Concordia. Christian Wulff macht sich lächerlich, seine Frau danach auch (Kein Wunder!). Der Abstieg der FDP ging weiter (Gut, war keine Überraschung!). Usain Bolt sprintet bei Olympia wieder allen davon. Spanien wird Fußball-Europameister. Die deutschen Beachvolleyballer holen sich olympisches Gold. Im Nahen Osten wird revolutioniert was das Zeug hält. In Griechenland protestiert die Bevölkerung gegen den Sparkurs. Sarkozy verliert die Wahl in Frankreich (Super!). Auch der Amoklauf bei einer Vorführung von „The Dark Knight Rises“ facht Diskussionen über Waffenbesitz in den USA an. Die Schlussfeier der Olympischen Spiele in London begeistert Millonen von Meschen vor den Fernsehgeräten und in London. Hurrikan Sandy legt die Ostküste der USA lahm. „Ziemlich beste Feunde“ begeistert Kinogänger weltweit und James Bond feiert ein grandioses Comeback. Christopher Nolan schließt seine grandiose „Batman“-Trilogie mit dem genialen „The Dark Knight Rises“ ab. Der Stummfilm „The Artist“ räumt bei der Oscar-Verleihung fünf Preise ab, ist fünf weitere Male nominiert. Und der plüschige Teddy „Ted“ überzeugt mit coolen Sprüchen und expliziten Gesten. Die Bayern verlieren zu Hause das Champions League-Finale gegen Chelsea. Sebastian Vettel gewinnt erneut den Weltmeistertitel bei der Formel 1. Borussia Dortmund wird deutscher Meister (Wieso schon wieder?) und Hertha BSC verabschiedet sich wieder in die Zweitklassigkeit. Die Toten Hosen bringen ein tolles Album raus. Green Day gehen gleich in die vollen, veröffentlichen eine Albumtrilogie und Sänger Billie Joe Armstrong begibt sich nach einem Ausraster auf Entzug. Kraftklub gehören zu den Newcomern des Jahres. „Ai Se Eu Te Pego“ von Michel Teló bringt uns im Winter zum Tanzen und Adele singt „Skyfall“ für den neuen James Bond ein. Außerdem verstirbt mit Whitney Houston ein Stück Musikgeschichte. In Shanghai platzt die Scheibe eines Aquariums, in dem auch Haie herumschwimmen, Bild findet dazu eine nette Überschrift: „Hai Alarm im Einkaufszentrum“ (man sollte erwähnen, dass die Haie kaum größer als einen halben Meter waren, gut, aber bei der Bild waren das dann eben Weiße Haie, egal). Und drei Häftlinge brechen aus einer JVA aus, um einem Pornostar in einer Disco zu begegnen, sie kamen sogar zurück und jetzt wartet das Amtsgericht Ludwigsburg auf die drei Hormongesteuerten.

Persönlich Neues von mir gab’s nicht viel, bis darauf, dass ich die neunte Klasse überstanden hab und jetzt eifriger (Ironie) Zehntklässler bin. Und ich bin ein Jahr älter geworden – stolze 16. Wir haben neue Lehrer bekommen und gefühlt hede Woche einen neuen Stundenplan, in dem ein neuer Lehrer von unserer alten Lehrerin mitten im Schuljahr ersetzt wurde. Das Vertretungsplan-Lesen ist weiterhin ein toller Spaß für alle Schüler meiner Schule. Ach ja, Familienzuwachs gab’s auch noch – in Form von zwei Katzen und ich hab mit Stephen King einen Lieblingsautor gefunden. Und ich arbeite an einer Facharbeit in Deutsch mit dem Thema „Spannungsaufbau im Film“ – „lustige“ Sache.

So, das reicht für heute erstmal, in absehbarer Zeit kommt hier was neues dazu – schätze ich. Nein, ich nehm‘ mir das sogar noch für 2012 vor, mal sehen. 😀