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Die PlayStation 4 steht schon in den Startlöchern, da bringt Sony nochmal ein PS3-Game raus, das äußerst vielversprechend klingt und verdammt nochmal neugierig macht. Da ich selbst keine PlayStation besitze, habe ich bei einem Freund mit ihm dieses Spiel getestet und möchte jetzt hier meinen Eindruck der ersten 6/7 Stunden vermitteln.

Story:

Zu einem guten Game gehört natürlich auch eine gute Story, die in TLOU absolut filmreif und ohne Löcher daherkommt.
Wir befinden uns im Jahr 2033, 20 Jahre zuvor hat ein Pilz Millionen von Menschen getötet und/oder mit einer Infektion zu seinen Wirten gemacht. Die Städte mussten aufgegeben werden und die Überlebenden wurden in Quarantänezonen gesperrt und unter Militäraufsicht gestellt. Das Militär sucht nach Infizierten, um diese dann zu exekutieren. Der Hauptprotagonist Joel, ein Schwarzhändler aus Boston, dessen Lebensgeschichte so bewegt wie bewegend ist, verspricht seiner Freundin in diesem Szenario, dass er die 14-jährige Waise Ellie zu den Fireflies, einer Widerstandsbewegung gegen die brutale Regierung, bringen wird. Was folgt ist eine Odyssee durch die postapokalytischen Vereinigten Staaten mit Begegnungen, Fluchten, Kämpfen und Schocks.
Dieses Grundgerüst der Story wird im Spiel mittels Texten von verschiedenen Personen genauer und wahnsinnig komplex erzählt. Dabei ist die Story so klug durchdacht und perfekt erzählt, dass schon allein sie dem Spieler den ein oder anderen Schauer über den Rücken jagt und zum Nachdenken zwingt. Jedenfalls können eifrige und kluge Zocker ordentlich über die Story über Verlust, Gewalt, Menschlichkeit und Menschheit philosophieren.
Ja, TLOU ist sehr storylastig, aber das muss so sein, um überhaupt ein Gefühl für die Welt zu bekommen. Sowas hat man selten in Videospielen und es ist einfach genial.
5/5

Atmosphäre:
Wow! Schon die ersten Blicke in diese Welt faszinieren sofort. So düster und rau, hoffnungslos verloren, brutal und dennoch irgendwie schön. Hier wirkt alles böse und die klug ausgefeilten Charaktere geben den letzten Touch. Und ja, man macht sich beim Spielen Gedanken, wo man selbst in dieser Welt stehen würde, was man tun würde, wenn man selbst Joel wäre.
Manchmal läuft man minutenlang durch die Gegend, findet keinen Gegner, sucht alles ab und erwartet hinter jeder Ecke einen oder gleich drei Zombies – oftmals wird man in die Irre geführt, aber wenn man doch einen Gegner erblickt, erschrickt man sich teilweise fast zu Tode. So entstehen Momente, regelrechte Suspensemomente, die man sonst nur in Filmen bekommt.
Auf die Atmosphäre wirken sich auch das ruhige Erzähltempo und die Weiterentwicklung der Charaktere im Verlauf der Geschichte positiv aus, genau wie Dialoge und Erkundungszüge durch verlassene Häuser und Straßen.
Vergleichbar ist die Atmosphäre in TLOU mit den Filmen 28 Days LaterThe Road und der Doku-Reihe Zukunft ohne Menschen.
5/5

Sound:
Auch hier gelingt der große Wurf: die Soundeffekte sind einfach große Klasse. Da die sogenannten Clicker, so werden die Infizierten der dritten Stufe genannt, orten ihre Zielpersonen, also den Spieler, mittels Echoortung, sie achten also auf Geräusche. Man versucht sich im Spiel so leise wie möglich zu bewegen und weiß, dass jedes kleine Geräusch sofort einen Clicker auf sich hetzen könnte.
Ein weiterer Soundpunkt sind die Geräusche der Infizierten, wenn sie in der Nähe sind oder, und das ist noch schlimmer, wenn sie Joel angreifen, um ihn zu töten. Solche grausamen Geräusche lassen selbst den abgehärtetsten Zocker zusammenfahren. Auch Wind und Umgebungsgeräusche, wie knarrende Türen, wurden toll dargestellt und können schon mal einschüchternd wirken.
Die Synchronisation ist sehr gut, auch wenn man in der deutschen Sprachversion versäumt hat, alles genau auf die Sekunde mit den Lippenbewegungen einhergehen zu lassen.
Der letzte Punkt, der soundtechnisch auffällt, ist der Soundtrack,m denn so perfekt wie in TLOU ist kaum ein Vdeospielsoundtrack. Komponiert wurde der durchweg ruhige Score von keinem Geringeren als dem doppelten Oscarpreisträger Gustavo Santaolalla (2006 für Brokeback Mountain, 2007 für Babel). In den Score hat sich kaum eine unheimliche Harmonie eingeschlichen und genau das macht ihn so unheimlich und die Welt wirkt so noch düsterer und verlassener.
5/5

Gameplay:
Die Kämpfe, das fällt auf, sind Standartware und der Umgang mit Waffen lässt erkennen, dass Naughty Dog eben auch Uncharted entwickelt hat, denn der ist im Prinzip genau wie in der Abenteurer-Serie um Nathan Drake.
Einige Neuerungen stellen dann aber das Verwenden mit Baseballschlägern, Eisenstangen und anderen Schlagwaffen, die man gegen seine Gegner einsetzt. Außerdem verrichtet die Gegner-KI einen ordentlichen Job – Clicker stellen immer eine große Gefahr für alle Beteiligten dar. Kleiner Kritikpunkt ist die KI der eigenen Verbündeten/Freunde, die selten bei Versteck-Aktionen einfach ins Blickfeld des Gegners rennen und ihn auf sich locken.
Das Schleichen ist auch sehr ordentlich gelöst, stellt es doch oft den einzigen Weg dar, leise und unbemerkt vorwärts zu komen. Außerdem kann man sich auch an Gegner heranschleichen, um diese dann munitionssparend und leise zu beseitigen. Außerdem verfügt man im Laufe des Spiel über eine weitere leise Waffe: Pfeil und Bogen. Diese beiden sind mir treue Freunde geworden, kann man mit ihnen Gegner doch aus der Ferne geräuschlos töten.
Um die Gegner abzulenken kann man Backsteine oder Glasflaschen werfen, um sie auf den Ort zu locken, an den die Gegenstände geflogen sind, damit man selbst leise davonschleichen kann.
Man hat nur äußerst wenig Munition, und genau das erzeugt brutale Authentizität, die die Atmosphäre nochmal verstärkt. Genau wie undurchdachtes Vorgehen fast immer einen fiesen Tod zur Folge hat. Old-School vom Feinsten!
Außerdem verlieren Gegner einige Dinge wie zum Beispiel Munition, die man aufsammeln kann. Auch in Häusern oder auf Straßen findet man hin und wieder nützliche Gegenstände, aus denen man beispielsweise Waffen oder Medi-Kits basteln oder mit denen man seine Nahkampfwaffe verbessern kann, auch wenn diese Aufwertung nur für einige schläge hält – der Authentizität sei’s geschuldet. Das deutet auch darauf hin, dass TLOU kein Action-Shooter wie Resident Evil 6 ist.
Mit Werkzeugen und verschiedenen Teilen kann man außerdem seine Waffen an einzelnen Werkbänken, die man aber vorher finden muss, verbessern (wie Präzision, Reichweite oder Fassungsvermögen des Magazins).
Außerdem verbessern Pillen, die man finden kann die Lebensenergie.
Im Großen und Ganzen ist auch das Gameplay überzeugend, und einleuchtend, gerade weil es nichts verkompliziert und auch die Old-School-Elemente wissen zu gefallen.
Spielspaß ist also auf jeden Fall gegeben, auch wenn man bei den tragischen und harten Szenen kaum noch vom Wort Spaß sprechen kann, aber genau die machen dieses Spiel aus und machen es so einzigartig – der Ausgleich zwischen Tragik und Spannung, Anspruch und Kämpfen, so muss ein Spiel aussehen und so macht es auch Spaß.
5/5

Grafik:
Das Beste, das man derzeit zu sehen bekommt! Tolle Texturen, tolle Animationen und tolle Darstellungen von Bewegungen machen TLOU zu einer Augenweide, die über alles erhaben zu sein scheint. Die überzeugende Grafik der Uncharted-Reihe wird hier nochmal um Welten überboten und das wirkt sich auch positiv auf die Atmosphäre aus. Top!
5/5

Fazit:
Mit „The Last of Us“ kam vor dem Erscheinen der PlayStation 4 nochmal ein geniales PS3-Spiel heraus, das nichts anderes als das beste Spiel der letzten Jahre ist und wohl einer DER Kultklassiker schlechthin werden wird – und das völlig zurecht.
Eine dichte Atmosphäre, starke Story, überzeugendes Gameplay und eine geniale Grafik machen TLOU zu einem Spektakel, dem man sich nicht entziehen kann und das einige richtig krasse Jumpscares mit sich führt!
Die 18er-Freigebe ist übrigens durchaus berechtigt, da es ordentlich zur Sache geht und auch mal Köpfe zerschmettert, abgetrennt oder Menschen zerfleischt werden, außerdem schocken einige Momente, wie ich es bisher nur beim ersten Mal Slender erlebt habe.

„The Last of Us“ ist bahnbrechend, schockierend und absolut genial – kurz: ein Muss für alle, die Survival-Horror und Endzeit-Abenteuer mögen.

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Sum 41 sind ein Garant für starke Alben, das sie auf ihrer aktuellsten Platte erneut unter Beweis stellen. „Screaming Bloody Murder“ ist besser als nur stark – man kann sogar so weit gehen und sagen, dass Sum 41 hier ihr bis jetzt bestes Album veröffentlicht haben.
Nachdem die Kritiken, vor allem aber Fan-Kritiken, für „Underclass Hero“ ja etwas enttäuscht waren (ich war das übrigens nicht), da die Jungs „etwas zu sehr in Pop-Punk-Gefilde abdrifteten“, sollten hiermit wieder alle Gemüter beruhigt werden.

Zur Einzelkritik der Lieder:

1. Reason To Believe:
Ein starker Opener, der mit starken Drums und düsterem Gitarrenspiel eingeleitet wird. Der Gesang ist fast hymnenartig. Dazu die Drums – Wahnsinn. Das Ende ist dann sehr ruhig und erinnert fast schon an eine Ballade, das beim ersten Hören sehr ungewohnt sein kann. Insgesamt ein schöner Titel.
4,5/5

2. Screaming Bloody Murder:
Die Nummer fängt ruhig an, bevor man ein tolles Gitarrensolo zu hören bekommt, das den härteren Teil des Liedes einleitet. Teilweise kreischen die Gitarren, dann kommen sie wieder düsterer daher. Überhaupt ist der Titel-Track ein starker Gitarren-Song. Am Ende wird der Hörer wieder ruhig hinausbegleitet.
5/5

3. Scumf*k:
Ein toller, ruhiger Beginn, bevor die Gitarren richtig aufkeimen und explosiv lauter werden. Im härteren Teil erinnert mich der Gesang etwas an My Chemical Romance. „Scumf*k“ macht richtig Laune. Der Schluss ist, wie schon bekannt, wieder sehr ruhig.
5/5

4. Time For You To Go:
Es wurde ja schon geschrieben, dass der Titel anfangs sehr an Green Day erinnert. Das unterschreibe ich auf jeden Fall, wobei das Piano im Refrain auch etwas von Elton John hat. Ich liebe diesen sehr melodischen Song und das „It’s time for you to go“ singt man beim zweiten Refrain sofort mit. „Time For You To Go“ klingt wie frisch aus der Garage, ist ein toller Sommer-Rock-Song und einer meiner Lieblings-Titel auf SBM. Ab ins Auto, Fenster auf, Sonnenbrille auf, Radio aufdrehen und singen!
5/5

5. Jessica Kill:
Hier wird gleich volles Tempo gegangen, mit harten und schnellen Gitarren, treiben Drums und einigen Screams, die einfach nur saugeil sind! Der Refrain ist einfach der Hammer und auch sonst einer meiner Lieblinge auf dem Album. Hier hat man eine Nummer, die aus der Metal-Richtung kommt und einen wunderbar frechen, okay harten, Text hat.
5/5

6. What Am I To Say:
Eine sehr schöne Ballade, die mit Akustikgitarre beginnt und dann vom Punk-Orchester (der Band) gefühlvoll begleitet wird. Der Gesang, die fast schon gestreichelten Instrumente und der Charakter des Liedes überhaupt … Gänsehaut und ein weiter Titel, der sich in mein Herz geschlichen hat.
5/5

Kommen wir jetzt zum genialen dreiteiligen Titel „A Dark Road Out of Hell“. Mit elfeinhalb Minuten hat der schon riesige Ausmaße und ist daher in drei Einzelparts, die alle zusammenhängen, unterteilt.

7. Holy Image Of Lies:
Der Beginn erinnert mich wieder an MCR-Lieder, aber eben mit dem typischen Sum 41-Feeling. Dann wird das Lied nach etwas mehr als einer Minute plötzlich ruhig, nur um dann wieder mit tollen Gitarren richtig zu rocken. Die Gitarren nach dem ruhigen Part sind so ziemlich das Beste, was man in der modernen Rockmusik zu hören bekommen kann.
5/5

8. Sick of Everyone:
Da hat man nach dem fließenden Übergang wieder sehr starke Metal-Einflüsse und stellt sich auf eine harte Nummer ein, dann wird es fast schon witzig, aber auf jeden Fall langsamer und leiser. Aber nur, bis Deryck „ausrastet“ und die Nummer laut und wütend daherkommt. Punkrock wie er sein soll!
5/5

9. Happiness Machine:
Wieder ein fließender Übergang mit aggressivem Anfang, dann scheint fast Resignation um sich zu greifen. Die Übergänge im Lied kommen sehr cool daher, zwischen harten Strophen und ruhigem Refrain gibt es einige kleine und sehr geile stilistisch verschiedene Parts und das Ende ist einfach nur toll.
5/5

Am Ende von „A Dark Road Out of Hell“ bleibt man sprachlos vor dem Radio sitzen und staunt über die musikalische Ausgereiftheit hinter diesem kleinen Gesamtwerk im eigentlichen Gesamtwerk. Geniale Sache!

10. Crash:
Die nächste Ballade. Eine Nummer, die sehr ruhig ist und einen extrem traurigen Text aus der Sicht eines im Sterben Liegenden hat, der sich mit dem emotionalen Gesang zu 100% deckt. Von der ersten bis zur letzten Sekunde ein genialer Gänsehaut-Song. Ganz große Nummer und für mich ein absoluter Über-Titel. Wirklich einer meiner Sum 41-Lieblingstitel, auch wenn ich sonst eher auf die schnellen, rockigen Nummern stehe (okay, „Pieces“ und „With You“ haben mich auch sofort gehabt)! Wenn man sich so richtig scheiße fühlt, diesen Titel mit „What Am I To Say“, „Pieces“ und „With You“ in einer Playlist anstellen und gut ist! Selten eine bessere Rock-Ballade gehört!
6/5 (ich kann nicht anders als hier noch einen Zusatzpunkt draufzupacken)

11. Blood In My Eyes:
Rocken wir nach etwas Traurigkeit wieder, auch wenn uns der Anfang etwas anderes vermuten lässt. Die Gitarren sind wieder ganz stark und etwas düster. Die Sums scheinen es auf SBM zu lieben, an ruhige Anfänge einen echten Kracher zu hängen oder überhaupt viele Tempo- und Lautstärkewechsel einzubeziehen.
5/5

12. Baby You Don’t Wanna Know:
Klingt wieder etwas nach Green Day und macht einfach Laune. Der zweite rotzige Garage-Rock-Titel nach „Time For You To Go“. Wieder hat man den perfekten Sommer-Rock-Song für alle Fahrzeuge von Fahrrad bis LKW. Große Klasse und einfach cool!
5/5

13. Back Where I Belong:
Eine geile hymnenartige Punk-Nummer, die Durchhalte-Parolen birgt und ein klasse Titel für das so langsam, ähm leider schnell, endende Album ist. Mit harten Gitarren und einer ganz kurzen Verschnaufpause in der Mitte des Titels passt er perfekt zum Album. Und das Ende kann man ruhig als genial bezeichnen.
5/5

14. Exit Song:
Das Ende eines starken Albums! Nochmal sehr ruhig und ein gelungener Abschluss! Eben ein Outro, nichts besonders geniales, aber trotzdem irgendwie passend und schön.
4/5

Fazit: Mit „Screaming Bloody Murder“ gehen Sum 41 wieder etwas härtere Wege als auf dem Vorgänger und bewegen sich stilistisch irgendwo zwischen Punk, Metal, Garage-Rock und Pop-Punk oder auch zwischen Green Day, My Chemical Romace, Metallica und Billy Talent.
Abschließend kann man nur sagen, dass am Ende ein Album mit einigen stilistischen Kniffen steht, das einfach geil und für mich das beste Album der Kanadier ist.

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The Intersphere sind leider kein wirklich großer Name im deutschen Musikbusiness, haben sich jedoch schon eine ordentliche Fangemeinde erspielt und rockten schon am Ring und im Park. Dennoch kam der große Durchbruch bis jetzt noch nicht, aber was nicht ist, kann ja immer noch werden.
Der Stil der Band wird von ihnen selbst als Rock, Alternative und Progressive bezeichnet, eine interessante Ausgangslage für das mittlerweile dritte Album der Mannheimer, auf das ich nur durch einen glücklichen Zufall gekommen bin, gedankt sei’s der Ordnung des Plattenladens meines Vertrauens und des interessanten Covers. Ich hab einfach mal zugegriffen und als das Album dann bei mir Zuhause in der Anlage landete, war ich wirklich begeistert. Ein solches Album hätte ich nie erwartet!
Im Folgenden werde ich die Titeln einzeln bewerten bewerten.

1. masquerade:
Wunderschöner, gitarrenlastiger Einstieg und dann hört man zum ersten Mal die starke Stimmer des Christoph Hessler und die Gitarren werden etwas zurückgeschraubt. Insgesamt ein melodischer Rock-Song mit eingängigem Refrain und Hit-Potenzial.
4,5/5

2. we are:
Einer meiner Lieblingstitel auf dem Album, der etwas härter als sein Vorgänger ist und ein toller Gitarren-Rocker ist, den man wunderbar mitsingen kann. Man hat hier schon Pop-Punk- und Post-Hardcore-Einflüsse, hinzu kommt ein starker Text.
5/5

3. sleeping god:
Dieses Gitarrenspiel in den Parts ohne Gesang, das sehr nach Metal klingt, ist einfach phänomenal. Überhaupt rockt auch sleeping god wieder ordentlich, der Refrain kommt mit einer melancholischen Kraft daher, die atemberaubend ist. Die Lyrics sind auch richtig gut und am Ende hat man noch einen geilen Scream dabei. Ein weiteres Highlight!
5/5

4. hold on, liberty!:
Cooler Titel, der klingt, als wäre er gerade frisch aus der Garage gekommen. hold on, liberty! ist ein Titel, der sich zwischen Garage-Rock und Pop bewegt und einfach locker klingt.
5/5

5. OPalinE:
Da haben wir es doch, das erste Midtempo-Stück mit emotionalem Refrain. Der Funken springt auch sofort über und man hat einen echten Ohrwurm, den man immer wieder gerne hört. Besonders schön auch wieder der Einsatz der Gitarren.
5/5

6. capitall:
Progressive Rock gepaart mit Punk-Attitüde und Pop-Einflüssen. Insgesamt ein schöner Song auf dem Album, ein ordentlicher Rocker, der im Vergleich zu den Vorgängern aber etwas abfällt.
4/5

7. open end:
Ruhiger Song, der für mich nach dem Indie-Rock der Südafrikaner The Parlotones klingt, am Ende aber nochmal ordentlich aufträgt und härter wird, wobei immer noch der melancholische Faktor im Vordergrund steht.
4,5/5

8. parallel lines:
Einer meiner Lieblinge auf dem Album. Das ist ein gefundenes Fressen für alle Progressive-Fans. Sehr anspruchsvoll und stark vorgetragen! Dazu noch die fast schon biblische Länge von siebeneinhalb Minuten. Das Ende ist eine musikalische Offenbarung, die sich über drei Minuten erstreckt. Das kann man auch sehr mutig nennen, da das Ende im Kontrast zum sonst so rockigen Song viel ruhiger ist. Am Ende steht fast eine Rockoper und das Gefühl, dass hier etwas ganz besonderes entstanden ist!
5/5

9. over:
Ein ruhiger Beginn mündet langsam aber sicher in einen melancholischen Rocker mit sehr gefühlvollem Gesang und gutem Text. Der ganze Titel erinnert mich etwas an Stanfour, sowohl vom Gesang als auch von der Musik her. over hat sich sofort in mein Herz gespielt.
5/5

10. aurora:
Mal wieder wunderschöner In-die-Fresse-Rock (die Bridge mal rausgenommen), schön straight gespielt und trotzdem hat man wieder das leicht melancholische Gefühl beim Hören des Titels. Auch hier driftet man etwas in die Pop-Punk-Richtung ab und das ist verdammt cool.
5/5

11. destination:
Und das ist schon das letzte Lied auf dem Album und trotzdem ist schon eine dreiviertel Stunde vorbeigegangen. Man hat hier einen sehr ruhigen Anfang und hymnenartigen, aber leisen, Gesang. Dann setzten die Instrumente ab der Hälfte etwas lauter ein, aber der Gesang bleibt wie er schon am Anfang war. Der Text ist wieder sehr gut und einen emotionaleren, melancholischeren Abschied kann man nicht bekommen, auch wenn ich mir irgendwie nochmal einen Kick am Ende gewünscht hätte.
4/5

Meinung:
Mit Hold on,Liberty! präsentieren The Intersphere ein (fast) perfektes Rock-Album mit durchgängig sehr guten Titeln und dem gewissen Etwas, das mittlerweile so vielen Musikern nichts mehr zu bedeuten scheint. Außerdem haben die Jungs starke Texte, die nicht einfach so „hingerotzt“ sind. Als einzige Konsequenz MUSS man hier fünf von fünf Punkten vergeben und man kann sich noch auf einiges der Band freuen.

Vom Stil her bewegt sich Hold on,Liberty! zwischen Progressive Rock, Punk, Pop-Punk, Indie-Rock und Emo.

Für Fans von gepflegter, moderner Rockmusik, wie sie zur Zeit so von keiner anderen Band gespielt wird ist Hold on,Liberty! genau das Richtige. Rockmusik wie sie sein sollte!

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Für ein Spiegel-Spezial vom Februar 1994 interviewte Campino, der Sänger der Punk-Band Die Toten Hosen, die damalige Jugendministerin Angela Merkel. Schon die  Vorstellung, dass unsere heutige Kanzlerin damals als Jugendministerin fungierte, ist so absurd und verstörend, dass man darüber gar nichts weiter sagen kann, das ist einfach unvorstellbar.

Aber egal, es war nun mal so und irgendwie haben die Jugendlichen das auch überstanden (oh Wunder!). Aber das Interview an sich ist schon sehr interessant, Campino stellt kluge Fragen und schafft es sogar, Merkel als etwas dämlich darzustellen. Aber seht selbst!
Ganz ehrlich, ich finde das schon fast bezeichnend für die Politik, die unsere Regierung so verzapft. Schon 1994 erkennt man, dass Merkel a) unsympathisch ist und b) Antworten gibt, die man sonstwie interpretieren kann. Und das Ende ist ja mal die dümmste Antwort aller Zeiten! 😀